Warum es keine K-Pop-Kategorie bei den Grammys geben wird

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Die Organisation „The Recording Academy“ seit 1959 für die Verleihung der renommierten Grammy Awards verantwortlich – hat offiziell bekannt gegeben, warum es in naher Zukunft keine gesonderte Kategorie für K-Pop-Acts geben werde. In einem Interview mit dem „Billboard“-Magazin erklärte der Unternehmenssprecher Bill Freimuth, welche Gründe aus ihrer Sicht dagegen sprechen.

Dass in einer sich stets wandelnden Welt auch renommierte Award-Shows wie die Grammys flexibel bleiben müssen, zeigte sich zuletzt mit der Einführung der zwei neuen Kategorien „Best Global Music Performance“ und „Best Música Urbana Album.“ Sie werden bei der 64. Grammy-Verleihung im nächsten Jahr offiziell eingeführt. Doch auch die Forderung nach einer gesonderten Kategorie für K-Pop-Acts wird inzwischen immer lauter – schließlich ist das Genre in der internationalen Musikindustrie schon lange angekommen.

K-Pop werde weiterhin als Popmusik betrachtet

Warum es bei den Grammys in naher Zukunft trotzdem keine K-Pop-Kategorie geben werde, begründete Bill Freimuth nun so: „So wie ich das sehe, begann der moderne K-Pop in den 90ern. Sie haben sich das, was damals populär war [wie R & B und Bubblegum Pop], zu eigen gemacht.“ Daher werde K-Pop weiterhin als Popmusik betrachtet und nicht als eigenes Genre. 

Freimuth betonte außerdem, dass die Einführung einer neuen Kategorie sehr formal ablaufe. Neben detaillierten Anträgen seien auch mehrere Genehmigungs- und Ratifizierungsrunden durch verschiedene Ausschüsse und Gremien notwendig. Etwa 100 Anträge sind erforderlich, um die Chance auf eine neue Kategorie zu erhöhen, so Freimuth. Im vergangenen Jahr habe die „The Recording Academy“ allerdings nur 14 K-Pop-Einreichungen erhalten. Freimuth betonte dennoch, wie sehr sich die Organisation über neue K-Pop-Acts freue und: „Wir wissen zu schätzen, dass die Grammys für sie so wichtig sind.“


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