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Von Ponys und Dollars

Ein Dokumentarfilm über das Spannungsfeld zwischen kulturellem Anspruch und Wirtschaftlichkeit in der Festivalindustrie

Yung Hurn erklärt Kindern bei „Late Night Berlin“ wie Drogen schmecken (Video)

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Das Format „Kinder fragen Rapper“ von der Pro7-Show „Late Night Berlin“ ist das perfekte Abendprogramm für alle humorvollen Medienkonsument*innen. Bei den halbernsten Interviews stellen zwei Kinder bekannten Rappern unangenehme und direkte Fragen über ihr Leben und ihre Musik. In vorangegangen Ausgaben der Sendung mussten bereits Rap-Stars wie Capital Bra, Sido, Célo & Abdi und Veysel die niedlich unschuldigen Fragen der beiden Nachwuchs-Journalist*innen beantworten. Der Gast der aktuellen Ausgabe ist niemand Geringeres als der Wiener-Rapper Yung Hurn.

Yung Hurn als netter, über Ponys singende Musiker

Zu Beginn des Interviews stellt die kleine Pauline Yung Hurn zunächst dem Publikum vor. Dabei stellt sie erst einmal klar, dass sich der 26-Jährige aufgrund seiner österreichischen Herkunft „manchmal ganz quengelig“ anhört. Darüber hinaus stellt sie jedoch schnell fest, dass sie Yung Hurn ganz gut leiden kann, weil er auch „Lieder über Ponys singt“.

Nach einem kurzen Small-Talk über Yung Hurns ungesunde Essgewohnheiten geht es dann direkt ans Eingemachte. Das kleine Mädchen schaltet den Fernseher an und spielt das Musikvideo zu Yung Hurns Song „MHM“ ab. Nach nur wenigen Sekunden fällt auf, dass das Musikvideo nicht unbedingt zum Vergnügen von kleinen Kindern geeignet ist. Der Wiener reagiert sichtlich beschämt.

„Schämst du dich?“

Das entging auch nicht den scharfsinnigen Augen von Interviewerin Pauline, die ihn daraufhin ganz direkt fragt: „Schämst du dich?“ Yung Hurn kann dieser Frage nicht mehr als ein verlegenes Nicken mit einem unscheinbaren Grinsen entgegenbringen. Diese Seite des sonst so selbstbewussten Künstlers haben die Zuschauer*innen bestimmt noch nicht kennengelernt.

Nachdem der kleine Romeo das Musikvideo nach wenigen Sekunden ausschaltet, gibt Hurn ein erleichtertes „Puh“ von sich. Doch da hatte er sich zu früh gefreut. Direkt darauf möchte Pauline wissen, um was es in dem Song denn so geht. Offenbar eine sehr schwierige Frage, auf die der „Nein“-Rapper knapp 15 Sekunden eine Antwort sucht. „Ehm, mhm, naja… so klassisches Rap-Ding so. Bisschen flexen, bisschen angeben.“

Wie schmecken Drogen eigentlich?

Dabei stellt sich heraus, dass es unter anderem auch um Drogen geht. „Sind die lecker?“, wirft Pauline ganz unverblümt in den Raum. Darauf hat Yung Hurn tatsächlich eine ziemlich direkte Antwort. Seiner Auffassung nach schmecken diese nämlich nach „Leid und Schmerz“ und „mögen“ tut er sie zudem natürlich auch nicht.

Im weiteren Verlauf der Folge fragt die Neunjährige, ob sie denn mal ein Konzert des Wiener Rappers besuchen könnte. Dagegen hat Yung Hurn tatsächlich nichts einzuwenden, vorausgenommen, sie bringe ihre Mutter mit zur Show. Doch auf diese Antwort folgt ein knallharter Verbalschlag des Mädchens: „Ich glaube nicht.“

Ein Tribal-Tattoo für die neunjährige Pauline

Zum Schluss möchte Pauline noch in Erfahrung bringen, welches Tattoo-Symbol Yung Hurn ihr empfehlen könnte. Eine Frage, die dem „Wer bist Du“-Interpret augenscheinlich weniger schwerfällt. Er fände es „cool“, wenn sie sich ein „Tribal-Tattoo“ wie Mike Tyson ins Gesicht stechen würde, empfehlen könne er ihr das in ihrem zarten Alter allerdings nicht.

 


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