„Zeitverschwendung“: Donald Trump äußert sich zu Kanye Wests Besuch und seiner Präsidentschaftskandidatur

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Nachdem Kanye West in einem Video über den Besuch bei Donald Trump sprach, meldete sich Trump mit einem schriftlichen Beitrag dazu. Auf dem von ihm gegründeten Netzwerk „Truth Social“ bestätigte Trump die Stippvisite, äußerte sich jedoch nicht zu den Aussagen von Kanye West. West war bei Trump zu Besuch, um ihn danach zu fragen, ob sie gemeinsam bei der nächsten Präsidentschaftswahl antreten möchten.

Donald Trump war laut Kanye West weniger von der Frage nach der Kandidatur beeindruckt, sondern viel mehr von den Leuten, mit denen West dort aufgetaucht ist. Trump soll außerdem Kim Kardashian, die Ex-Frau von Kanye West, beleidigt haben und ihm am Ende schreiend gesagt haben, er würde gegen ihn verlieren. Wests Kandidatur sei nichts als eine Zeitverschwendung für alle Beteiligten.

„In der vergangenen Woche rief mich Kanye West zu einem Abendessen in Mar-a-Lago an. Kurz darauf tauchte er unerwartet mit drei seiner Freunde auf, von denen ich nichts wusste. Wir aßen am Dienstagabend im Beisein vieler Angehöriger auf der hinteren Veranda zu Abend. Das Abendessen verlief schnell und ereignislos. Danach fuhren sie zum Flughafen“, schrieb Donald Trump am Freitag (25. November) auf „Truth Social“ dazu. Die Begleitung von West waren Nick Fuentes, der das politische Geschehen in Amerika kommentiert und ein antisemitischer Holocaust-Leugner ist, sowie Karen Giorno, die zuvor ein Teil von Trumps „Make America Great Again“-Kampagne war. Die dritte Person im Schlepptau des Rappers ist aktuell unbekannt.

Am Samstag (26. November) schrieb der Ex-Präsident der USA außerdem: „Also helfe ich einem schwer angeschlagenen Mann, der zufälligerweise Schwarz ist, Ye (Kanye West), dessen Geschäfte und praktisch alles andere in seinem Leben dezimiert wurden und der immer gut zu mir war, indem ich seiner Bitte um ein Treffen in Mar-a-Lago nachkomme, nur damit ich ihm den dringend benötigten „Rat“ geben kann.“ Wie der „Rat“ von Trump ausgesehen haben soll, erzählt Kanye West hier:

David Friedmann, der von 2017 bis 2021 als US-Botschafter in Israel war, nachdem er von Trump nominiert wurde, schrieb auf Twitter: „An meinen Freund Donald Trump: Du bist besser als das. Selbst der Besuch eines Antisemiten wie Kanye West und menschlichen Abschaums wie Nick Fuentes ist inakzeptabel. Ich fordere dich auf, diese Idioten rauszuschmeißen, sich von ihnen zu distanzieren und sie auf den Müllhaufen der Geschichte zu verbannen, wo sie hingehören.“

Kanye West wurde im Oktober von Instagram und Facebook sowie Twitter gebannt, nachdem er sich mehr antisemitisch äußerte. Zusätzlich verbreite er Verschwörungstheorien über den Tod von George Floyd.


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