30 Protestsongs gegen Donald Trump – von Aimee Mann über Franz Ferdinand bis Moby

Dass Donald Trump einer der unbeliebtesten US-Präsidenten seit der Unabhängigkeitserklärung ist, steht wohl außer Frage. Eine Tatsache, die man dem Republikaner jedoch irgendwie hoch anrechnen darf, ist die Art und Weise in der bereits seine letztjährige Wahl-Kampagne die Kreativen im Land immer wieder zu künstlerischen Höchstleistungen anspornte. Siehe etwa das Mikro-Penis-Trump-Porträt der Künstlerin Illma Gore oder die „Icky Trump“-T-Shirt-Kollektion der White Stripes. Einen Monat vor dem offiziellen Wahltag am 8. November rief der US-amerikanische Schriftsteller Dave Eggers mit dem Projekt „30 Days, 30 Songs“ Musiker dazu auf ihre Stimme zu nutzen um musikalisch gegen Trump zu kämpfen– und belebte damit den guten alten Protestsong wieder.

Jeden Tag ein Song gegen Donald Trump – damit wollte Eggers Amerika klar machen, dass Hillary Clinton die einzige Wahl ist, auch wenn viele Vorbehalte ihr gegenüber hatten. Bereits 2008 engagierte sich der McSweeny-Gründer politisch mit „90 Days, 90 Reasons“ für die zweite Amtszeit Obamas. Die Idee zu „30 Days, 30 Songs“ kam Eggers bei einer Kundgebung Trumps, bei der Musik von Bruce Springsteen, Queen und Elton John lief, obwohl keiner der Künstler die Politik Trumps unterstützt und die Verwendung ihrer Musik wohl kaum freigegeben hatten. Mit „30 Days, 30 Songs“ schossen die Musiker zurück.

Während Franz Ferdinand mit „Demagogue“ einen kleinen Auffrischungskurs in Politikwissenschaft lieferten, hatten sich Death Cab for Cutie die Punchline der Anti-Trump-Kampagne mit „Million Dollar Loan“ gesichert. Matt Berningers Band EL VY verlegte mit „Are These My Jets“ hingegen den Fokus einfach mal auf die Nebenschauplätze des Wahlkampfes und besang Intimschmuck für Walrosse. Auch ein Beitrag von R.E.M. war zu hören.

„30 Days, 30 Songs“ – Hört alle (und noch mehr) Songs gegen Trump in einer Spotify-Playlist im Stream:

US-Präsident Donald Trump reist gerade durch Europa. Am Donnerstag nimmt er am NATO-Gipfel in Brüssel teil, am Freitag wird er zum ersten Mal in seiner Amtszeit in England erwartet. Dort wurde deshalb ein Aufruf gestartet, Green Days Song „American Idiot“ so oft wie möglich zu kaufen, zu streamen und herunterzuladen – damit er pünktlich zu Trumps Besuch auf Platz 1 der britischen Charts steht.


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