Joe Keery finanziert Djo-Musik durch „Stranger Things“-Gehalt
Joe Keery nutzt sein Gehalt aus „Stranger Things“, um als Djo unabhängig Musik zu machen. Wie der Serienerfolg seinen Song „End of Beginning“ ermöglichte.
Joe Keery veröffentlicht neben der Schauspielerei seit 2019 unter dem Alias Djo Musik. In einem Interview gab er nun preis, welche musikalischen Wünsche er sich durch seine Rolle als Steve Harrington in der Netflix-Produktion „Stranger Things“ ermöglichen konnte und wie seine Unabhängigkeit von einem Musiklabel seinen kreativen Schaffensprozess positiv beeinflusst.
Kein Plattenvertrag dank Serienerfolg
Keery begann bereits vor seiner zehnjährigen Rolle in der Erfolgsserie Musik zu machen. Er ist neben seiner Solo- und Schauspiel-Karriere Mitglied der Psychedelic-Rock-Band Post Animal. Unter seinem Künstlernamen veröffentlichte er bereits drei Platten.
In einem ausführlichen Gespräch mit „Vulture“ zeigte sich der 33-Jährige nun dankbar darüber, dass er durch die Kultserie „ein unabhängiger Künstler“ sein könne, ohne einen Plattenvertrag bei einem Musiklabel unterzeichnen zu müssen. Zugute komme ihm außerdem, dass die „Ausgaben und Gemeinkosten“ für seine zweite Karriere gering seien und dass er viel von zu Hause aus machen könne. Dem New Yorker Magazin führte Joe Keery aus, er habe lediglich für „ein paar Wochen im Studio“ und für Flüge von Leuten zahlen müssen, die er dabei haben wollte – damit sein Fokus allein auf der Musik liegen könne.
Traum von Kinderchor und teuren Musikinstrumenten
Der Song „Back On You“ von seinem aktuellen, dritten Studioalbum „The Crux“ wird von einem Kinderchor eingeleitet. Das wäre ein Traum gewesen, den der gebürtige Bostoner schon lange in sich herumgetragen hätte und durch sein Gehalt von der Mystery-Serie nun endlich verwirklichen konnte. Dieses Geld wurde auch für das Leihen von Musikinstrumenten ausgegeben, die er noch nie gespielt hatte, wie er weiter in dem Interview verriet.
Joe Keery finanziert mit seinem Verdienst aus fünf Staffeln „teure oder verrückte Ideen“, so seine weiteren Ausführungen. Die oberste Priorität für seine Musik sei es, „die Langlebigkeit des Projekts“ zu sichern – auch schon bevor sein Track „End of Beginning“ zum Hit wurde.
Verändertes Verhältnis zu „End of Beginning“
Zur Erinnerung: „End of Beginning“ gehört zum zweiten Studioalbum des Sängers mit dem Titel DECIDE aus dem Jahr 2022. Zum viralen Hit wurde der Track allerdings erst 2024 durch einen TikTok-Trend. User:innen der Social-Media-Plattform erstellten zu den Refrain-Zeilen: „And when I’m back in Chicago, I feel it / Another version of me, I was in it / I wave goodbye to the end of beginning“ einen kurzen Video-Zusammenschnitt über Chicago oder ihren eigenen Heimatort und hinterlegten den Song als Soundtrack. Erst kürzlich stürzte er „The Fate of Ophelia“ von Taylor Swift vom Thron der Spotify-Charts und knackte die zwei Milliarden Streams auf besagter Streamingplattform.
Hier „End of Beginning“ von Djo anhören:
Der Künstler freut sich über den Erfolg des Songs, merkte in dem Interview allerdings an, „es fühlt sich an, als hätte er ein Eigenleben entwickelt“. Die Bedeutung des Tracks habe sich durch den TikTok-Trend und „Stranger Things“ verändert: Er gilt als „Ende einer Ära und dem Beginn von etwas Neuem“. Für Keery selbst verändert sich seine Auffassung des Hits laufend – zwischen „mögen und satt haben“. Manchmal überspringe er den Song auch einfach, wenn gerade wieder die Phase der Übersättigung aktuell ist und er ihn „nicht mehr hören kann“.
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