„Trump nicht krank, Trump schlau“: Jack White trollt Trump genial

Jack White macht sich über Trumps Pressekonferenz lustig. Garbage, Cat Power und mehr feiern die bissige Abrechnung.

Jack White hat mal wieder gegen Donald Trump ausgeteilt. Anlass war dieses Mal eine Pressekonferenz, in der der US-Präsident seine Leistungen des ersten Jahres seiner zweiten Amtszeit präsentierte.

White veröffentlichte auf Instagram ein Foto von Trump, der bei der Pressekonferenz einen Stapel Papiere mit der Aufschrift „Accomplishments“ (Errungenschaften) hochhielt. In einem amüsant-satirischen Kommentar imitierte der Musiker eine vereinfachte Sprechweise und spielte auf Trumps Forderungen nach einem Friedensnobelpreis sowie seine Ambitionen bezüglich Grönlands und Kanadas an.

Dieser satirischer Instagram-Post sorgt für Aufsehen

Konkret hieß es von White: „Ich mache Errungenschaften! Trump schlau. Braver Junge verdient Friedensnobelpreis! Demenz? Was ist? NEIN! Trump schlau, besteht Gehirntest, benennt Giraffe. Ich Präsident von Venezuela und Kanada. Ich will auch Grönland zum Spaß. Mama sagte, Trump hätte großer Baseballspieler werden können, aber auch großes Gebäude mit Gittern vor Fenstern. Gebäude für sehr kranke Menschen. Trump nicht krank. Trump schlau. MAGA. Sehr schlaue Leute machten Trump zum Präsidenten. Sehr schlaue Leute halten Trump als Präsident. Jetzt Nickerchen machen. Benutze falsche, ich meine echte Friedenspreise als Kissen. Trump Errungenschaft. Heia machen.“

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Positive Reaktionen von Garbage, Cat Power und Co.

Der Post erhielt Zustimmung von mehreren Kolleg:innen aus der Musikbranche, darunter Garbage, Margo Price, Butch Walker und Cat Power.

Jack White reagierte außerdem auf kritische Kommentare mit einer klaren Ansage: Nutzer:innen, die ihm nahelegten, sich auf Musik zu konzentrieren, würden blockiert. Er verwies sie an die Trump-Unterstützer Ted Nugent und Kid Rock. Er schrieb in der Kommentarspalte: „Jeder, der ‚konzentriere dich auf Musik‘ oder etwas in der Art kommentiert, wird blockiert. Jeder, der diesen Kommentar liked, wird ebenfalls blockiert. Ich lasse ein paar davon stehen, damit jeder weiß, warum sie blockiert wurden. Das ist mein Haus, nicht der Marktplatz. Ted Nugent und Kid Rock suchen sicher nach mehr MAGA-Unterstützern, also schlage ich vor, ihr geht zu deren Seiten. Danke für eure Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit!“

Inhalte der umstrittenen Pressekonferenz

Während der Pressekonferenz am Dienstag, 20. Januar, präsentierte Trump nach Angaben einen Ordner mit dem Titel „365 Wins in 365 Days“ (365 Siege in 365 Tagen). Plus: Er widmete 15 Minuten der Präsentation für Fahndungsfotos von Personen aus Minnesota, die sich angeblich illegal im Land aufhielten und schwerer Verbrechen beschuldigt wurden.

Trump behauptete zudem fälschlicherweise, zur Beendigung von acht Kriegen beigetragen zu haben, und erneuerte seine Forderung nach einem Friedensnobelpreis. Weiterhin scherzte er über die Umbenennung des Golfs von Mexiko in „Golf von Trump“ und äußerte sich abwertend über somalische Einwanderer:innen.

Nicht die erste öffentliche Auseinandersetzung

Dies ist nicht der erste Seitenhieb von Jack White gegen Trump. Bereits im vergangenen Monat hatte das frühere White-Stripes-Mitglied den Präsidenten wegen respektloser Äußerungen über den verstorbenen Regisseur Rob Reiner kritisiert. Auch die Neugestaltung des Oval Office durch Trump bezeichnete White als „vulgär und protzig“.

Als Kommunikationsdirektor Steven Cheung daraufhin Jack White als „abgehalfterten Verlierer“ bezeichnete, konterte der wiederum, dass eine Beleidigung durch das Weiße Haus unter Trumps Führung für ihn eine „Auszeichnung“ sei.

Weitere prominente Stimmen gegen Trump

Jack White reiht sich damit in eine wachsende Liste von Künstler:innen ein, die öffentlich gegen Trump Position beziehen. Green-Day-Frontmann Billie Joe Armstrong äußerte sich bei Konzerten deutlich gegen den Präsidenten und änderte den Text von „American Idiot“ um in „I’m not a part of the MAGA agenda“. Bei einem Auftritt in London rief er zudem: „Es gibt zu viel verdammten Hass in dieser Welt. Wir müssen uns gegen diesen Faschismus wehren.“

Bruce Springsteen äußerte sich ebenfalls deutlich gegen Trump und warnte vor den Gefahren für die Demokratie. In einem Video vor der letzten Wahl sagte er: „Donald Trump ist der gefährlichste Kandidat für das Präsidentenamt zu meinen Lebzeiten.“ Der Sänger betonte, Trump respektiere weder die Verfassung noch die Rechtsstaatlichkeit.

Billie Eilish erklärte während der letzten Wahl: „Wir wählen Kamala Harris und Tim Walz, weil sie für den Schutz unserer Freiheiten, unseres Planeten und unserer Demokratie kämpfen.“ Sie bezeichnete es als wichtig, ihre Stimme gegen „Extremismus“ einzusetzen.