PinkPantheress schreibt Geschichte bei den BRIT Awards

Als erste Frau überhaupt gewinnt PinkPantheress den BRIT Award als „Producer of the Year“ – selbst beigebracht, selbst produziert. Was hinter ihrem historischen Sieg steckt.

PinkPantheress wurde bereits am Montag, 23. Februar, für die anstehenden BRIT Awards zur Produzentin des Jahres auserwählt – als jüngste Gewinnerin in der Geschichte der Auszeichnung und zugleich als erste Frau, die in der Kategorie „Producer of the Year“ gewinnt.

Obwohl die Zeremonie erst am Samstag, den 28. Februar, stattfinden wird, wurden bereits vier Awards vergeben – an Mark Ronson für seinen „herausragenden Beitrag zur Musik“, an Jason Alon den Critics Choice Award und an Noel Gallagher als besten Songwriter.

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Neues Talent

PinkPantheress gilt derzeit als eine der erfolgreichsten aufstrebenden Künstlerinnen im Popgenre. Ihr Song „The Boys a Liar“ war 28 Wochen lang an der Spitze der UK-Single-Charts; weitere Songs wie „Illegal“ und das Feature „Stateside“ mit Zara Larsson eroberten das Internet in den letzten Monaten. Stacey Tang, die Ko-Vorsitzende von RCA Records und Vorsitzende des BRIT-Award-Komitees, bezeichnet PinkPantheress als „eine erfinderische als auch instinktive Stimme im britischen Pop. Als Produzentin ist sie präzise und verspielt und kreiert kühne, grenzüberschreitende Sounds, die über das Vereinigte Königreich hinausgehen.“

Erste Siegerin in der Kategorie

In der Kategorie „Producer of the Year“ kommt PinkPantheress’ Sieg besondere Bedeutung zu. Sie tritt damit in die Fußstapfen berühmter männlicher Producer wie Calvin Harris oder auch dem Vorjahresgewinner A.G. Cook – als erste Frau, der dies seit Einführung der Awards 1977 gelungen ist. Damit setzt sie ein Zeichen für Künstlerinnen in der Produzent:innenszene.

Auf Instagram bedankte sie sich für die Auszeichnung und zeigte dabei gemischte Gefühle: „Ich freue mich, als erste Frau diesen Award zu gewinnen, und bin dankbar für diese Anerkennung. Meine Musikproduktion ist das, worauf ich am meisten stolz bin, und ich habe wirklich hart daran gearbeitet. Ich hoffe, dass dies andere dazu inspiriert, ihre Leidenschaft zu verfolgen.“ Sie nutzte die Gelegenheit, um ihre Vorbilder – insbesondere Produzentinnen – zu erwähnen, betonte aber auch, dass sie diesen Award nicht als individuellen Sieg, sondern als Türöffner für Frauen in der Musikproduktion sehen würde.

PinkPantheress hat das Produzieren nicht professionell erlernt, sondern ihr Können mit begrenzten Ressourcen in ihrem Schlafzimmer und mithilfe von Tutorials aus dem Internet entwickelt. In diesem Jahr ist sie noch für zwei weitere Preise nominiert – in den Kategorien Künstler:in des Jahres und Dance Act.

Wer wird noch da sein?

Bei der Veranstaltung am Samstag, 28. Februar, werden ebenfalls neue, wichtige Stimmen der Musikwelt auftreten. Als Live-Auftritte sind bereits Olivia Dean, Sombr und Alex Warren angekündigt, die alle für den Grammy als Best New Artist nominiert waren. Außerdem werden bekannte Künstler:innen wie ROSALÍA, Harry Styles, Wolf Alice und Mark Ronson performen.