Herbert Grönemeyer: Doku zum 70. Geburtstag in der ARD

Die ARD zeigt „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ zum 70. Geburtstag: Die 89-minütige Doku über Leben & Karriere ist jetzt in der ARD-Mediathek abrufbar.

Die ARD macht Herbert Grönemeyer ein filmisches Geburtstagsgeschenk: Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag am Sonntag, den 12. April, ist die 89-minütige Dokumentation „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ in der ARD-Mediathek abrufbar. Der Film begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis hinter einer der beständigsten Karrieren der deutschen Musikgeschichte.

Dabei zeigt sich Grönemeyer offen: Er spricht über Erfolge und Misserfolge, die Schattenseiten des Ruhms, seine Leidenschaft für den Fußball und seine gesellschaftliche Haltung. Neben seiner engen Freundin, der Schauspielerin Nina Hoss, kommen Fußball-Weltmeister Toni Kroos und Komikerin und Multitalent Anke Engelke zu Wort. Die Musikerin Paula Hartmann sowie Managerin Claudia Kaloff und Tourmanager Ingo Mertens vervollständigen die Runde an Promis und Weggefährt:innen, die in der Dokumentation zu sehen sein werden.

Der Werdegang Grönemeyers

Geboren 1956 im niedersächsischen Göttingen, fand er früh den Weg zur Bühne: zunächst als Pianist und Musikdirektor am Schauspielhaus Bochum, dann als Schauspieler. Einem breiten Publikum wurde er 1981 als Kriegsberichterstatter Werner in Wolfgang Petersens Kriegsfilm „Das Boot“ bekannt – eine Rolle, die ihn schlagartig in das Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit katapultierte.

Den endgültigen Durchbruch als Musiker schaffte er drei Jahre später mit dem Album „4630 Bochum“ (1984), das sich millionenfach verkaufte und Songs wie „Männer“, „Alkohol“ und „Bochum“ hervorbrachte. Seitdem hat Grönemeyer stets neue Kapitel geschrieben, ohne sich dabei zu verbiegen. „Er ist einer der wenigen deutschen Künstler, der es schafft, auf höchstem Niveau politisch zu sein, ohne dabei die Leichtigkeit zu verlieren“, sagt Sängerin Paula Hartmann in der ARD-Dokumentation. Auch Fußball-Weltmeister Toni Kroos zollt ihm Respekt: „Grönemeyer ist eine Institution. Sein Engagement geht weit über die Musik hinaus – das beeindruckt mich.“

Grönemeyers Blick nach vorn

Herbert Grönemeyer denkt nicht ans Aufhören. Zuletzt erschien 2023 das Album „Das ist los“, das erneut die Spitze der deutschen Charts erklomm und seinen Ruf als einer der relevantesten deutschsprachigen Musiker bestätigte. In der Doku deutet Grönemeyer an, dass neue Musik in Planung sei – und dass er den Dialog mit dem Publikum als zentralen Antrieb seines Schaffens begreife. Anke Engelke, die ihn seit vielen Jahren kennt, bringt es in der Dokumentation auf den Punkt: „Herbert hört nicht auf, weil er nicht aufhören kann. Er ist einfach zu neugierig auf das, was noch kommt.“

„Grönemeyer – Alles bleibt anders“ (hier im Stream) ist das Porträt eines Mannes, dessen Karriere allen Gesetzmäßigkeiten des Musikbusiness zu trotzen scheint. Ob als Musiker, Schauspieler oder gesellschaftlicher Kommentator – Grönemeyer bleibt eine der prägendsten Stimmen Deutschlands.