Haftbefehl gegen Hybe-CEO: Droht BTS mitten im Comeback der Management-Crash?

Südkoreas Polizei erließ einen Haftbefehl gegen den Hybe-Gründer. Der BTS-Manager soll Investoren beim Börsengang getäuscht haben – Schaden: 100 Millionen Dollar.

In der Welt von BTS läuft es. Über die Jahre avancierten sie zu einem weltbekannten Phänomen und wurden zum Aushängeschild des Genres K-Pop. Millionen Fans sind ihnen treu ergeben, und alles, was rund um die Gruppe passiert, geht in Kürze viral. Nach vier Jahren Zwangspause stellt 2026 das Jahr des großen Comebacks für die sieben Musiker dar. Am 20. März erschien mit „Arirang“ das neueste Studioalbum der Band, und am 09. April startete die bisher größte K-Pop-Tour aller Zeiten. Rund um das Management der Musiker sind nun allerdings Turbulenzen zu vernehmen. Was steckt dahinter?

Vorwürfe und Haftbefehl gegen Hybe-Gründer

Aktuell geht ein Raunen durch die südkoreanische Unterhaltungsbranche. Das Unternehmen Hybe, das als Management hinter dem Erfolg von BTS steht, gerät unter enormen Druck. Gegen den Gründer und Vorsitzenden, Bang Si Hyuk, der Firma gehen die südkoreanischen Behörden seit Kurzem vor. Wie die koreanische Nachrichten-Sendung „MBN News“ berichtet, erließ die Polizei in Seoul auch einen Haftbefehl.

Die Ermittlungen beziehen sich auf Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Börsengang von Hybe. Kurz gefasst lauten die Vorwürfe, der Unternehmensführer habe frühe Investoren gezielt in die Irre geführt. So sollen diese im Zuge der mutmaßlichen Täuschung ihre Anteile an einen Investmentfonds verkauft haben, der in direkter Verbindung zu seinem Umfeld stand.

Besagter Fonds habe diese Anteile dann gewinnbringend veräußert. Der nun im Kreuzfeuer der Ermittlungen stehende CEO soll sich an diesen Verkäufen erheblich bereichert haben – etwa 30 Prozent der Einnahmen flossen angeblich direkt an ihn. Die zuständigen Behörden sprechen von einer Summe von 100 Millionen US-Dollar.

Hybe weist Vorwürfe zurück

Das Unternehmen selbst wies die Beschuldigungen vollständig zurück und kündigte an zu kooperieren, um den Sachverhalt bestmöglich aufzuklären. Zugleich wurde Kritik daran geäußert, dass trotz der angekündigten Kooperation dennoch ein Haftbefehl erlassen wurde.

Brisant ist zudem, dass es trotz einer Ausreisesperre gegen den Gründer eine Anfrage gegeben haben soll, ihm die Einreise in die USA zu erlauben. Eine mögliche Reise hängt wohl mit geschäftlichen Terminen im Zusammenhang mit der globalen BTS-Tour zusammen.

Dass die Ermittlungen und Vorwürfe Folgen für die Band selbst haben werden, ist eher unwahrscheinlich. Ob die Sänger allerdings in nächster Zeit einen Management-Wechsel vollziehen, bleibt abzuwarten.