„The Mandalorian and Grogu“: Kritiken zum neuen „Star Wars“-Film

„The Mandalorian and Grogu“ spaltet die Kritik: Während einige Medien den „Star Wars“-Film als bestes Abenteuer feiern, sprechen andere vom langweiligsten Teil.

Sieben Jahre nach dem letzten „Star Wars“-Kinofilm bringt Disney das Franchise zurück auf die große Leinwand. Doch schon kurz nach Ablauf des Review-Embargos zeigt sich: „The Mandalorian and Grogu“ sorgt international für sehr unterschiedliche Reaktionen.

Während einige Kritiker:innen den Film von Jon Favreau als kurzweiliges Weltraumabenteuer feiern, sprechen andere von einem ideenarmen Streaming-Ableger im Kinoformat. Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes liegt der Film derzeit bei 64 Prozent positiven Rezensionen – knapp über der Grenze zum „Fresh“-Status.

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Lob für Atmosphäre, Grogu und den Abenteuer-Ton

Mehrere US-Medien heben hervor, dass der Film den Ton klassischer „Star Wars“-Abenteuer treffe. Besonders die Chemie zwischen Din Djarin und Grogu sowie die Musik von Ludwig Göransson werden häufig erwähnt.

„The Wrap“ bezeichnet den Film als „unterhaltsamsten „Star Wars“-Film seit den Achtzigern“. Auch „USA Today“ lobt die Mischung aus Action, seltsamen Kreaturen und nostalgischem Abenteuergefühl.

Bei „GamesRadar“ heißt es, Pedro Pascals Figur funktioniere weiterhin hervorragend zusammen mit Grogu. Die beiden seien „eines der stärksten Duos“, das aus dem erweiterten „Star Wars“-Universum hervorgegangen sei.

Auch die „New York Post“ sieht in der vergleichsweise kleinen Geschichte einen Vorteil. Statt galaktischer Schicksalsfragen liefere der Film eine kompakte Mission mit Western-Anleihen und direkter Action.

Kritik an Handlung und Kinoumsetzung

Andere Stimmen fallen deutlich härter aus. Mehrere Kritiker:innen werfen dem Film vor, eher wie eine verlängerte Streaming-Episode zu wirken als wie ein eigenständiges Kinoereignis.

„SlashFilm“ nennt den Film den „langweiligsten „Star Wars“-Film“ überhaupt. Kritisiert werden fehlende erzählerische Risiken und eine Handlung, die sich fast vollständig auf bekannte Muster verlasse.

Ähnlich urteilt „The Independent“. Dort wird der Eindruck beschrieben, als seien drei Episoden einer nie produzierten vierten Staffel einfach zusammengeschnitten worden. Die Geschichte wirke „konsequenzlos“ und verliere sich in Fanservice.

Auch „IndieWire“ spricht von einem „generischen“ Beitrag zum Franchise. Besonders der starke Einsatz von CGI nehme vielen Szenen ihre Wirkung.

Wiederkehrende Debatte um die Zukunft von „Star Wars“

Auffällig ist, dass selbst wohlwollende Kritiken oft denselben Punkt ansprechen: Dem Film fehle die größere Bedeutung für das „Star Wars“-Universum.

„Gizmodo“ beschreibt „The Mandalorian and Grogu“ als „Side Quest“, die kaum Spuren im größeren Kanon hinterlasse. Auch „Empire“ hält die Einsätze der Geschichte für erstaunlich klein.

Die Diskussion erinnert an die Reaktionen auf frühere „Star Wars“-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre. Seit dem Ende der Skywalker-Saga ringt das Franchise sichtbar mit der Frage, ob neue Filme vor allem Nostalgie bedienen oder neue Richtungen einschlagen sollen.

Kinostart im Mai

„The Mandalorian and Grogu“ startet am 22. Mai in den Kinos. Es ist der erste „Star Wars“-Film seit „The Rise of Skywalker“ aus dem Jahr 2019.