Sommerhit 2026: Spotify lässt Fans über 30 Songs abstimmen

Spotify startet die „Songs of Summer Predictions“-Playlist mit 30 Titeln zur Wahl des Sommerhits 2026. Per Vote-Funktion in der App können Nutzer:innen ihren Favoriten bestimmen.

Und jährlich grüßt die Suche nach dem Sommerhit des Jahres. Spotify wirft einen Blick in die Glaskugel und erstellt die erste Shortlist für einen potenziellen Sommer-Soundtrack. Ob die Vorhersage recht behält?

Sommer klingt nach Sprinkleranlage, dumpfem Bass aus der JBL-Go-Box und dem vergeblichen Strohhalm-Schlürfen nach Kaltgetränk-Überresten. Was außerdem nicht fehlen darf: eine ultimative Sommerhymne. Eine, die klebrig ist wie auslaufendes Calippo-Cola – sodass wir noch in zehn Jahren das Intro im Radio hören und zurückgeworfen werden zu diesem einen Sommer. Das, was für 2017 „Despacito“ war und für 2024 Shirin Davids „Bauch Beine Po“. Es geht um nichts weniger als die Frage: Wie werden wir uns in Zukunft an den Sommer 2026 erinnern? Spotify schickt jetzt erste Kandidat:innen ins Rennen und will von seinen Nutzer:innen wissen, auf welches Pferd sie setzen.

Die Wahl des Sommerhits

Ob Dance Songs, Afrobeats, Country oder Sadboy Anthems – die 30 Tracks in Spotifys „Songs of Summer Predictions“-Playlist macht den Spagat zwischen verschiedensten Geschmäckern und Genres. Welche Stimmung am besten ihren Sommer verkörpert, darüber sollen Spotify-Nutzer:innen jetzt ihre Stimme abgeben. Mit einer „Vote“-Funktion in der Spotify-App kann direkt in der Playlist einer der dreißig vorausgewählten Songs als persönlicher Sommerhit bestimmt werden. Danach lässt sich die Entscheidung auf sozialen Medien teilen.

Hat der Streaming-Anbieter dafür Wahrsager:innen engagiert? Jedes Jahr aufs Neue versucht Spotify, den Sommerhit des Jahres vorherzusagen – und mitzubestimmen: Durch die Vorauswahl werden schon Top-Anwärter:innen herausgefiltert. Haben dadurch alle Songs, die es nicht in die 30 Auserwählten geschafft haben, keine Chance mehr? Der Sommerhit ist eigentlich eine äußerst organische Angelegenheit. Er wird nicht erkämpft oder bestimmt – er passiert einfach. Spotify setzt dieses Jahr stärker auf die Interaktion seiner Abonnent:innen: Sie sollen abstimmen – damit wird die Sommerhit-Vorhersage basisdemokratischer. Doch braucht es dafür wirklich eine Abstimmung? Ist nicht bereits das Zu-Tode-Streamen des eigenen Ohrwurm-Songs das Kreuzchen in der Wahlkabine?

Am Ende entscheidet der kollektive Ohrwurm

Manche Creator:innen in sozialen Medien finden, dass die Vorauswahl zu wünschen übrig lässt und der eigentliche Song des Sommers darin gar nicht zu finden ist – zum Beispiel Charli XCXs „Spring Summer 2026“. Andere sind sich sicher, der Sommerhit sei bereits seit April beschlossene Sache: „Midnight Sun“ von Zara Larsson. Wozu also noch voten, wenn die Königin bereits gekrönt ist?

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Letztendlich sind Sommerhits mehr Bauchgefühl als rationale Auswahl. Spotify kann durch seine Playlist zwar Tipps abgeben und die allgemeinen Tendenzen auch etwas lenken. Am Ende des Sommers entscheidet jedoch allein der kollektive Ohrwurm, der durch die Gehörgänge der Masse kriecht, wer den Titel des „Song des Sommers“ wirklich verdient hat.