Aufruhr in Hamburg: Polizei schießt vor Linkin-Park-Konzert (kein Hit!)

Vor dem zweiten Linkin-Park-Konzert im Volksparkstadion gab ein Polizist einen Warnschuss ab. Ein Autofahrer hatte eine Absperrung umfahren und den Beamten gefährdet.

Der Knall kam nicht von der Konfetti-Kanone: Beim zweiten Linkin-Park-Konzert in Hamburg am 3. Juni griff ein Polizist zur Waffe. Ein Autofahrer missachtete eine der Absperrungen um das Volksparkstadion – es fiel ein Warnschuss.

Autofahrer auf Abwegen

Wegen des Großkonzerts mit rund 50.000 erwarteten Besucher:innen waren mehrere Straßen im Bereich des Volksparkstadions gesperrt. Während Linkin-Park-Fans friedlich Richtung Arena strömten, kam es noch vor Beginn der Show zu Komplikationen: Ein 36-jähriger Autofahrer ließ sich von den Straßensperren nicht aufhalten. Er umfuhr eine Absperrung und ignorierte die Signale der Polizei. Als ein Polizeibeamter versuchte, ihm den Weg zu versperren, stoppte der Fahrer nicht. Der Polizist musste mit einem Sprung ausweichen und gab dabei einen Schuss ab – allerdings in die Luft, lediglich als Warnung.

Doch auch von dieser Warnung ließ sich der Fahrer nicht beirren. Der Polizist wurde bei seinem Ausweichmanöver leicht verletzt und von Sanitäter:innen ins Krankenhaus gebracht. Der Schuss aus seiner Dienstwaffe richtete keine Schäden an. Der Polizei gelang es schließlich, den Autofahrer zu stoppen und festzunehmen.

Kein Terrorverdacht

Konzertgänger:innen mussten sich zu keiner Zeit Sorgen machen: Die Beweggründe des Fahrers sind zwar noch nicht geklärt, ein Terrormotiv schließt die Polizei jedoch aus, wie der NDR berichtet. Gegen den 36-Jährigen wird nun ermittelt.

Die Vorfreude der Linkin-Park-Fans wurde vom Schuss nicht getrübt: Laut Polizei bekam das Publikum den Aufruhr auf der Straße nicht mit. So fand trotz des Trubels ein ungestörter Musikabend in der Volksparkarena statt. Es knallten dann nur noch die Konfetti-Kanonen im Stadion.