Dua Lipa: Palermo protestiert gegen ihre Traumhochzeit

Dua Lipa und Callum Turner heirateten auf Sizilien und ließen dafür Teile Palermos sperren. Anwohner:innen mussten NDAs unterschreiben und protestierten mit Plakaten.

Kann man eine ganze Stadt mieten? Die Antwort lautet offenbar: Wer tief genug in die Tasche greift, kann es. Das bewiesen nun Dua Lipa und Callum Turner. Am ersten Juni-Wochenende heirateten sie auf Sizilien und verwandelten dabei die Altstadt Palermos in eine makellose Filmkulisse. Doch nicht alle fanden Gefallen an der exklusiven Romantik.

Großformatige Feierlichkeiten auf Sizilien

Nach der standesamtlichen, intimen Hochzeit in London in der Vorwoche fanden vom 6. bis 8. Juni die großformatigen Feierlichkeiten auf Sizilien statt. Mit über 200 Gästen bekräftigten die Sängerin und der Schauspieler in Palermo sowie im nahen Bagheria ihre Liebe. Auf der Gästeliste fanden sich bekannte Namen: Elton John, Charli XCX und Olivia Dean beglückwünschten das Hochzeitspaar auf der italienischen Insel. Dafür sperrte die Stadtverwaltung zwei öffentliche Plätze großflächig und verhängte Park- sowie Halteverbote für mehrere Tage.

Obststände und Oldtimer

Für das Star-Pärchen wurden in Palermo mehrere Straßen gesperrt und zwei öffentliche Plätze zur privaten Partylocation umfunktioniert – Obststände und Oldtimer auf den Straßen statt lokaler Geschäfte und Passant:innen. Die Piazza Sant’Anna und die Piazza Croce dei Vespri waren als Kulisse auserkoren und damit lediglich für Gäste und Personal zugänglich.

Die Feierlichkeiten sollten dabei ungestört und fernab der Paparazzi-Linsen bleiben. Deshalb wurden Anwohner:innen der Altstadtplätze aufgefordert, sogenannte NDAs – also Verschwiegenheitserklärungen – zu unterzeichnen. So stellten Dua Lipa und Turner sicher, dass von den Balkonen, die die Plätze säumen, keine Bild- und Videoaufnahmen gemacht wurden. Laut „DailyMail“ erhielten die Anwohner:innen eine Entschädigung von rund 5.600 Euro.

Protest in der Altstadt

Die Einschränkungen missfielen dennoch vielen Leuten vor Ort: Die Bürgerinitiative Apro Parlermo rief zum Protest auf. Plakate mit der Aufschrift „Palermo ist nicht zu vermieten“ zierten die alten Steinmauern und mussten von den Veranstalter:innen entfernt werden. Daraufhin griffen die Protestierenden zu standhafteren Mitteln und sprayten ihre Botschaften als Graffiti in die Stadt.

Was eine idyllische Traumhochzeit sein sollte, sorgte bei den Einheimischen für großen Unmut. Auch im angrenzenden Bagheria gab es weitreichende Sperrungen sowie Park- und Halteverbote.

Gespaltene Meinungen

Palermos Bürgermeister Roberto Lagalla blickte jedoch positiv auf die Hochzeit: Sie sei gute Werbung für die Region gewesen. Die Unannehmlichkeiten für die Anwohner:innen könne er jedoch verstehen, wie die „LaRepubblica“ schrieb. Der Bürgermeister Bagherias zeigte dagegen wenig Verständnis für die Kritik. Filippo Maria Tripoli sagte der „Corriere della Sera“: „Für mich sind das absurde Diskussionen. Ich hätte gerne 100 Hochzeiten von Dua Lipa pro Jahr.“

Während die Hochzeitsgäste noch bis Montag, den 8. Juni, tanzten, war die Stimmung in den sizilianischen Städten weniger ausgelassen. Letztlich spielt die Hochzeit den Stadtkassen in die Hände. Die „Daily Mail“ berichtete, der Gemeinderat Bagherias habe insgesamt 10.000 Euro erhalten, um das Fest in der Villa Valguarnera zu ermöglichen.