Oasis: „Wonderwall“ lässt England bei der WM durch die Decke gehen

Oasis-Hit „Wonderwall“ avanciert zum WM-Song Englands: Nach dem 4:2 gegen Kroatien sangen Fans und Spieler gemeinsam – Liam Gallagher reagierte begeistert.

Das Feuer knistert, die Sonne verschwindet gerade hinter dem Horizont, und irgendein James aus Australien holt die Gitarre raus. Allen ist klar, was jetzt erklingt. Es ist der Song, den jede:r Gitarrist:in spielen kann und den viele aufgrund seiner Popularität nicht mehr spielen wollen. Die Rede ist von „Wonderwall“ von Oasis. Der Britpop-Klassiker schlechthin, auf dem Liam Gallagher nach eigener Aussage einfach nur „BIBLICAL“ klingt. Kein Wunder also, dass der Song auch Einzug in die WM-Stadien erhielt.

Englands inoffizieller WM-Song

Während Deutschland „vöööllig losgelöst von der Erdeee“ singt, greift England auf den Oasis-Hit zurück. Wie jede Nation konnte auch England eine Playlist an Songs bei der FIFA einreichen, die in den Stadien gespielt werden soll. Inkludiert in diese Playlist ist, na klar, auch „Wonderwall“. Als Spotify dann mitteilte, dass die Streams des Stücks kurz vor dem Spiel um 50 Prozent gestiegen sind, war klar, dass er nun der WM-Song Englands werden würde.

Unter einem Bericht über diese Statistik äußerte sich Oasis-Mitglied Liam Gallagher selbst mit den Worten: „And rightly so it’s a fucking classic and I sound BIBLICAL on it.“ Schon beim Lesen dieses Satzes springt einem der Mancunian-Akzent Liam Gallaghers ins Ohr. Laut Gallagher ist es also ein Klassiker, der deswegen natürlich potential zu einem WM Song hat.

Der Gänsehaut-Moment in Dallas

Doch ein WM-Song bringt wenig, wenn die Stimmung am Boden ist. Deshalb hieß es beim Auftaktspiel England gegen Kroatien für die Elf von Thomas Tuchel zunächst, einen Sieg einzuholen. Als das Spiel mit 4:2 endete und die Mannschaft sich gesammelt vor der englischen Kurve aufstellte, fehlte nur noch eine Zutat, um aus englischer Sicht den Gänsehaut-Moment schlechthin zu erzeugen.

„Wonderwall“ wurde dank der eingereichten Playlist über die Stadionlautsprecher abgespielt, und die Engländer sangen sich in den Armen liegend: „So maaaybeeeee you gonna be the one who saves meeeee“. Nicht nur die Fans schienen von diesem Moment ergriffen – auch das Nationalteam selbst blickte zur Kurve, genoss den Moment und sang teilweise mit. So konnte man Jude Bellingham dabei zusehen, wie er die berühmten Lyrics mit den Lippen formte, und Declan Rice verkündete danach im Interview: „In Dallas zu sein und ‚Wonderwall‚ zu singen – so etwas erlebt man kein zweites Mal.“

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Damit mausert sich der Britpop-Klassiker auch Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung zum inoffiziellen WM-Song der Engländer. Doch ein WM-Song ist nur so gut wie die Ergebnisse auf dem Platz. Nach dem 0:0 gegen Ghana könnten die „Wonderwall“-Streams vorerst vielleicht noch nicht ihr volles Potenzial entfalten. Klar ist: England ist im Fußballfieber, und Liam Gallagher unterstützt den neuen alten WM-Song.

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