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„Batman Forever“-Regisseur Joel Schumacher ist tot

Wie sein Sprecherteam am Montagabend berichtete, starb der Drehbuchautor und Regisseur Joel Schumacher am 22. Juni 2020 im Alter von 80 Jahren in New York an den Folgen eines Krebsleidens, das ihn bereits seit einem Jahr begleitete. Schumacher konnte sich in Hollywood mit Filmen wie „Flatliners“, „St. Elmos Fire – Die Leidenschaft brennt tief“, „Batman Forever“ und „Nicht auflegen!“ einen Namen machen.

Joel Schumacher wurde am 29. August 1939 in New York City geboren und studierte zunächst an der Parsons School of Design. Nachdem er einige Zeit in der Modebranche gearbeitet hatte, zog er nach Los Angeles, um dort als Kostümbildner für Film und Fernsehen zu arbeiten. Im Jahr 1976 schrieb er sein erstes erfolgreiches Drehbuch für den Kinohit „Car Wash – Der ausgeflippte Waschsalon“, nur fünf Jahre später stand er das erste Mal als Regisseur hinter der Kamera: „Die unglaubliche Geschichte der Mrs. K“ mit Lily Tomlin in der Hauptrolle entwickelte sich zu einem Kassenschlager.

In den 1980ern festigte Schumacher seinen Status als Hollywoods neuer Kultregisseur – Filme wie „St. Elmo’s Fire – Die Leidenschaft brennt tief“ aus dem Jahr 1985 und „The Lost Boys“ mit Kiefer Sutherland in der Hauptrolle fanden international großen Anklang. Es waren jedoch die 1990er-Jahre, die Schumachers Karriere am meisten prägen sollten: Mit „Flatliners – Heute ist ein schöner Tag zum Sterben“ aus dem Jahr 1990 begann seine Hochphase, weitere große Erfolge waren „Entscheidung aus Liebe“ aus dem darauffolgenden Jahr, der Kinohit „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“ mit Michael Douglas in der Hauptrolle aus 1994, die zwei John-Grisham-Adaptionen „Der Klient“ (1994) und „Die Jury“ (1996), sowie die bunt-schrille Comicverfilmung „Batman Forever“ aus dem Jahr 1995.

Nach dem großen Erfolg von „Batman Forever“ verpflichtete sich Schumacher für einen weiteren Film aus dem Batman-Universum, doch der nachfolgende Streifen „Batman & Robin“ aus dem Jahr 1997 mit George Clooney und Arnold Schwarzenegger war ein gigantischer Flop, der dem Regisseur insgesamt elf Goldene Himbeeren (eine Auszeichnung für die am schlechtesten gewerteten Filme) einbrachte. Obgleich ein Rückschlag, hörte Schumacher nicht auf und brachte auch in den 2000er-Jahren einige Highlights in die Kinos, darunter „Nicht auflegen!“ aus dem Jahr 2002 und das Opern-Epos „Das Phantom der Oper“ im Jahr 2004. Sein letztes Werk war der Psycho-Thriller „Trespass“, der im Jahr 2011 in die Kinos kam.



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