Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi packt vor Gericht aus

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Anna-Maria Ferchichi hat ihre Aussage vor Gericht beendet. Dabei gab sie detailiert Auskunft über die Belastung, der sie durch das Verhältnis ihres Ehemannes mit dem Abou-Chaker-Clan ausgesetzt gewesen sei. Der Prozess zieht sich nun schon über Monate, musste zwischendurch sogar unterbrochen werden. Ihre Aussagen beanspruchten ganze fünf Prozesstage.

Arafat Abou-Chaker wegen mehrerer Anklagepunkte vor Gericht

„Sie haben es hinter sich“, sprach der Richter nach den umfassenden Zeugenaussagen Anna-Maria Ferchichis. Weiter erinnerte er die 40-Jährige im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder daran, dass sie erneut geladen werden würde, wenn sich neue Fragen durch neue Erkenntnisse oder Zeugenaussagen ergeben würden.

Das Verfahren läuft nun schon seit August 2020 und wird vor dem Landgericht Berlin ausgetragen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Clanchef Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vor. Den drei Brüdern wird eine Mittäterschaft vorgeworfen. Zu der Eskalation soll es gekommen sein, nachdem Bushido das Geschäftsverhältnis zu seinem langjährigen Geschäftspartner auflösen habe wollen. Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen.

Anna-Maria Ferchichi hegte mehrfach Trennungsabsichten

Bislang schwiegen die Angeklagten zu den Vorwürfen. Über 80 Prozesstage werden bis Ende Juni absolviert sein. Zwischendurch wurde der Prozess aufgrund der Drillingsschwangerschaft Anna-Maria Ferchichis unterbrochen, seit drei Wochen läuft der Prozess wieder. Laut der mittlerweile achtfachen Mutter habe ihr Ehemann sich nicht vom Clan lösen können, was sie als ungemeine Belastung empfand. Sie beschrieb die Zeiten als „sehr unangenehm“ und berichtete auch von immer wiederkehrenden Trennungsabsichten. Sie habe die Vorstellung gehabt: Wenn man sich nicht einigen kann, dann müsse man das gerichtlich klären lassen. „Aber ich habe keine Entscheidungsgewalt gehabt“, erklärte sie.

Weiter bestand sie darauf, dass Bushido zunächst keine Polizei einschalten wollte. In der Rap-Community wurde Bushido mehrfach vorgeworfen, entgegen früherer Statements mit der Polizei zusammenzuarbeiten, was gegen den „Straßenkodex“ verstoßen würde. Unter anderem Capital Bra hatte sich deswegen vom Label Bushidos getrennt. Die Ferchichis erhalten nach wie vor rund um die Uhr Polizeischutz.


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