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Dr. Dre und Jimmy Iovine eröffnen eine High School in Los Angeles

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Während die Entertainment-Industrie in Los Angeles floriert, ist es um das öffentliche Schulsystem der Stadt eher schlecht bestellt. Der LAUSD (Los Angeles Unified School District) steht immer wieder wegen überfüllter Schulen und Klassen, hohen Abbruchraten und schlechten Schulleistungen in der Kritik. Die Musik-Mogule Dr. Dre und Jimmy Iovine wollen an der Situation etwas ändern und selbst eine Schule für Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen errichten.

Dr. Dre möchte seinem „jüngeren Ich“ helfen

Dr. Dre und Jimmy Iovine sind Teil einer Gruppe, die schon seit einiger Zeit Pläne zur Errichtung einer High School in Los Angeles eingereicht hat. Laut der „Los Angeles Times“ wurden diese Pläne nun vom L.A. Board of Education zugelassen und ein Eröffnungstermin im Herbst 2022 in Aussicht gestellt. Das vorliegende Konzept sieht vor, dass afroamerikanische und lateinamerikanische Kinder aus einkommensschwachen Familien 80 Prozent der Schüler*innen ausmachen sollen. Dr. Dre betonte laut der Zeitung, dass es ihm darum gehe, seinem „jüngeren Ich“ zu helfen. Jimmy Iovine machte gleichzeitig deutlich, dass es sich bei der Schule definitiv nicht um eine Musikschule handeln soll. Stattdessen geht es darum, junge Gründer*innen mit eigenen Ideen auszubilden. So sagte er:

„Diese Schule ist für Kinder, die hier rauskommen und ihre eigene Firma gründen oder bei Unternehmen wie Marvel oder Apple arbeiten wollen.“

Die Schule mit dem Namen „High School No. 1“, die im Stadtviertel Leimert Park errichtet werden soll, soll im Herbst 2022 bereits 250 Schüler*innen aus der Umgebung empfangen.

Dr. Dre und Jimmy Iovine möchten das Schulsystem grundlegend verändern

Dre und Iovine haben bereits gemeinsame Erfahrung im Bildungsbereich. 2013 entstand mit ihrer Hilfe die USC Iovine and Young Academy, die Studierende in kreativen und in Business-Bereichen ausbildet. In ihrem gemeinsamen Interview gaben Dre und Iovine an, warum sie sich jetzt auf Colleges und das öffentliche Schulsystem konzentrieren. Dabei gehe es den beiden darum, ein grundlegendes soziales Problem anzupacken. Iovine sagte hierzu: „Wir wollten dorthin, wo so was am meisten gebraucht wird – und wo es am schwierigsten ist. Und wir werden nicht zufrieden sein, bis wir neue Maßstäbe setzen. Wir wollen inspirierte Menschen, die diesen Maßstab mit uns zusammen setzen.“ In einem Staat wie Kalifornien, in dem öffentliche Schulen einen besonders schlechten Ruf haben, wäre dieser Ansatz in der Tat begrüßenswert.

Tatsächlich sind Dr. Dre und Jimmy Iovine nicht die einzigen Leute aus dem Musik-Business, die das Schulsystem revolutionieren und eine Balance schaffen wollen. Auch 50 Cent, der kürzlich nach Houston im Bundesstaat Texas zog, ist gerade dabei, ein neues Programm für Schüler*innen aus der Umgebung ins Leben zu rufen. In diesem Rahmen gab er an, sogar selbst unterrichten zu wollen.


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