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Fleet Foxes: Seht hier das neue Video zu „Can I Believe You“

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Fleet Foxes haben ein Video zu ihrer neuen Single „Can I Believe You“ veröffentlicht. Dieses entstand erneut unter der Regie von Sean Pecknold, Sänger Robin Pecknolds Bruder.

„Can I Believe You“ im Stream hören und sehen:

In seinem neuesten Werk interpretiere er, „wie sich (wackeliges) Vertrauen anfühlt“, so Sean in einem offiziellen Statement zum Release. Weiterhin spiegele das Video die „Frustration über die anhaltende Coronavirus-Pandemie und den damit einhergehenden Mangel an zwischenmenschlichen Verbindungen wieder, unter dem so viele von uns derzeit leiden.“

„Harmonien, die man sonst auf den Beach-Boys-Platten von 1967 bis 1971 hört“

SHORE erschien überraschend am 22. September 2020 via ANTI- Records. ME-Autor André Boße belohnte die 15 Songs des Albums in seiner Rezension mit fünf von sechs möglichen Sternen und schwärmte: „Die letzten fünf Songs des Albums sind perfekt: Pecknold hat Harmonien entwickelt, die man sonst auf den Beach-Boys-Platten von 1967 bis 1971 hört.“

SHORE im Stream hören:

Einer offiziellen Pressemitteilung zufolge hat sich Robin Pecknold beim Schreiben der neuen Songs diesmal von Künstler*innen wie Arthur Russell, Nina Simone, Sam Cooke und Emahoy Tsegué-Maryam Guebrou inspirieren lassen. „Für mich ist SHORE ein Ort der Sicherheit am Rande von etwas Ungewissem“, erklärt der Sänger, „auf der einen Seite fühlt man sich von dem unbekannten Abenteuer angezogen, aber gleichzeitig ist man froh darüber, den festen Boden unter den Füßen zu spüren.“

SHORE-Artwork:

Im Gegensatz zu den Vorgängerplatten sei Pecknold dieses Mal endlich dazu in der Lage gewesen, den Entstehungsprozess in vollen Zügen zu genießen. „Seit dem unerwarteten Erfolg des ersten Fleet-Foxes-Albums vor mehr als zehn Jahren, habe ich mehr Zeit, als ich es zuzugeben wage, in einem Zustand der Sorge und Angst verbracht“, gesteht der Musiker, „besorgt darüber, welche Musik ich machen soll, wie sie aufgenommen wird, was andere Künstler*innen tun, meinen Status unter ihnen, wie meine Stimme klingt und meinen psychischen Zustand auf Tour.“

Ausgerechnet die weltweite Pandemie und die gesellschaftlichen Veränderungen innerhalb der USA hätten nun dazu beigetragen, dass er seine Sorgen aus dem Weg habe räumen können. „Als die Pandemie außer Kontrolle zu geraten schien und ich erkennen musste, dass ich in einem gescheiterten Staat lebe, beobachtete ich zahlreiche Proteste gegen systemische Ungerechtigkeiten, an denen ich schließlich ebenfalls teilnahm“, so Pecknold, „die Angst, die ich bis dahin in Hinblick auf das neue Album verspürt hatte, war plötzlich komplett verschwunden. Im Vergleich zum restlichen Weltgeschehen kam mir die Sache auf einmal furchtbar klein vor.“

„Musik ist gleichzeitig die unwichtigsten und wichtigste Sache der Welt“

Dennoch wolle er die Bedeutung von Musik in solch stürmischen Zeiten keinesfalls klein reden. „Musik ist gleichzeitig die unwichtigste und wichtigste Sache auf der Welt“, fährt Pecknold fort, „wir brauchen sie nicht zum Überleben, aber ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen.“

Begleitet wird das neue Album von einem einstündigen 16mm-Roadmovie mit demselben Namen, das von Kersti Jan Werdal produziert wurde und mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen aus dem Pazifischen Nordwesten aufwartet.

Beim Filmen habe sich Werdal von den Songs der neuen Fleet-Foxes-Platte inspirieren lassen. „Ich hörte mir das Album beim Autofahren an und hielt immer mal wieder an, um jene Landschaften einzufangen, die die Stimmung des jeweiligen Songs einfingen, zeitgleich aber auch für sich selbst stehen konnten“, so die Regisseurin über ihren Arbeitsprozess. Der Film solle demnach mit dem Album koexistieren und es ergänzen, statt in einem symbiotischen Verhältnis zu ihm gesehen zu werden: „Ich hoffe, dass der Film wie das Album ein Gefühl von Optimismus und Stärke reflektiert.“

SHORE ist der Nachfolger zum 2017 veröffentlichten CRACK-UP, das von ME-Autor André Boße in seiner Rezension vier von sechs möglichen Sternen erhielt. Dieser resümierte: „Wie Justin Vernon sind die Fleet Foxes daran interessiert, den Folksong ins 21. Jahrhundert zu überführen, statt auf Verfremdungen und Störgeräusche setzen sie jedoch auf fließende Strukturen und flache Hierarchien.“

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ANTI-

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