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„Game of Thrones“: 6 Dinge, die Ihr tun könnt, bevor die letzte Staffel startet

Ab 14. April 2019 werden die sechs Folgen der finalen achten „Game of Thrones“-Staffel ausgestrahlt. Die Folgen sollen teilweise Spielfilmlänge erreichen – und mit dem Kampf um Winterfell, der Heimat der Familie Stark, soll die größte Schlachtszene der Fernsehgeschichte gezeigt werden.

Die achte Staffel kommt jedoch reichlich spät, wurde die finale Folge von Staffel 7 doch bereits im August 2017 ausgestrahlt. Was Ihr tun könnt, um die lang gewordene Wartezeit zu verkürzen, sagen wir Euch hier.

1.) Bücher lesen (oder hören)

Wer hätte das gedacht? „Game of Thrones“ basiert, wie jeder GoT-Fan (oder unfreiwillig Hellhörige) weiß, auf der Fantasy-Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ (engl. „A Song of Ice and Fire“) von George R. R. Martin. Der erste Band trägt den Untertitel „A Game of Thrones“ und erschien bereits 1996. Die Verfilmung hat also eigentlich ganz schön lange auf sich warten lassen.

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Wer die fünf – in bester Fantasyroman-Manier recht dicken – Hauptbücher schon kennt, kann ja die Novellen lesen, Kurzgeschichten, die vor Beginn der eigentlichen Handlung spielen. Oder man liest das erst im November 2018 veröffentlichte „Fire & Blood“, in dem die komplette Geschichte des Hauses Targaryen erzählt wird – allerdings in zwei Bänden. Teil Zwei soll erst nach Veröffentlichung des sechsten Bandes der Hauptreihe, „The Winds of Winter“, erscheinen, für den es auch noch kein offizielles Veröffentlichungsdatum gibt.

2018 lasen jedoch nur rund zehn Prozent der Deutschen täglich Bücher. Wer sich also eher nicht als Leseratte versteht, hat immer noch die Möglichkeit, „Das Lied von Eis und Feuer“ als Hörbuch vorgelesen zu bekommen. Von Amateuren eingelesen sogar gratis, auf YouTube.

2.) Staffeln nochmal schauen

Auch das ist ein sog. No-Brainer. Wer bis April alle bisherigen sieben Staffeln durchhaben möchte, um dann am neuesten Stand ins Finale zu starten, hat einige „GoT“-Abende vor sich. Um das Ganze auch beim zweiten (oder dritten, oder fünfundachtzigsten) Mal schauen spannend zu gestalten, hier einige Vorschläge:

Man könnte eine Strichliste mit den Toden führen, sich „Game of Thrones“-Snacks á la „Theon Greyjoys Bratwurst“ machen oder sich aber auch nur endlich mal die Folge aufschreiben, aus der das neueste „GoT“-Meme stammt, das man auf der Reddit-Seite „Freefolk“ gesehen hat. (Damit man nicht so banausisch die Community fragen muss.)

Ersteres bietet sich auch wunderbar für ein Trinkspiel an – obwohl es dann vermutlich nicht zuletzt der Leber wegen bei höchstens ein, zwei Folgen pro Tag bleiben sollte.

3.) Zum „GoT“-Konzert gehen

Ja, das gibt es: Man kann die Musik von „Game of Thrones“ tatsächlich von einem Orchester live gespielt sehen. Um die Authentizität zu erhöhen, werden dabei offenbar auch Szenen aus der Serie gezeigt. Kostüme und Pyrotechnik motzen die Show für jeden, der klassischen Konzerten nicht unbedingt enthusiastisch entgegenblickt, auf.

Wer die „Live Concert Experience“ mit dem Original-Komponisten Ramin Djawadi verpasst hat, kann immer noch zu „The Music of Game of Thrones“ gehen.

Rund 150 Mitglieder des Orchesters samt Chor werden auch in Abwesenheit des Komponisten Original-Stücke aus der Serie spielen. Tickets für die Shows in Deutschland gibt es unter anderem über Eventim.

4.) Filme/Serien mit den „Game of Thrones“-Schauspielern schauen…

… und dabei herzlich lachen. Denn die meisten Schauspieler aus „Game of Thrones“ sind erst durch die Serie zu bekannten Schauspielern geworden, und das merkt man auch oft sehr deutlich an ihren sonstigen Rollen. Die meisten spielten kleinere Nebencharaktere in ziemlich schlechten Fernsehfilmen, ehe für sie mit „Game of Thrones“ der große Durchbruch kam.

Danach wurden vor allem den Hauptcharakteren der Serie größere bis große Filmrollen angeboten, die sie aber nicht immer hätten annehmen müssen: Kit Harington („Jon Snow“) wäre etwa als Gladiator Milo im Katastrophenfilm „Pompeii“ durchaus vermeidbar gewesen.

Maisie Williams („Arya Stark“) hätte auch nicht unbedingt die weibliche Hauptrolle in „iBoy“ übernehmen müssen, einem Film, in dem ein Junge Superkräfte erhält, nachdem ihm bei einer Schießerei Teile seines Smartphones unabsichtlich ins Hirn implantiert wurden.

Positiv stechen hier Peter Dinklage („Tyrion Lannister“) und Lena Headey („Cersey Lannister“) hervor, die allerdings auch beide schon vor „Game of Thrones“ ernstzunehmende Schauspieler waren.

5.) Irgendwie noch ein Ticket für die „Game of Thrones“-Ausstellung in Berlin ergattern

Von 23. bis 27. Januar gastiert „Unseen Westeros“ im alten Umspannwerk in Berlin-Reinickendorf. Die Ausstellung soll 80 noch nie gesehene Szenen aus den Ursprüngen der „Game of Thrones“-Kontinente Westeros, Essos, Ulthos und Sothoryos beinhalten. Ein Audio-Guide führt Besucher durch die kostenlose Ausstellung.
Moment, kostenlos? Ja, richtig, leider sind bereits alle Timeslots für die Ausstellung belegt. Sie ist also quasi „ausverkauft“. Zumindest von außen könnte man das Umspannwerk während der fünftägigen „Exhibition“ aber betrachten, um so vielleicht doch einen Hauch Westeros in Deutschland zu verspüren.

6. „Game of Thrones“-Spieleabend machen

Mittlerweile gibt es „Game of Thrones“-Editionen vieler bekannter Brettspiele: „Risiko“, „Monopoly“, „Die Siedler von Catan“ und einige mehr versprühen jetzt den Charme von Westeros. PC- und Konsolen-Gamer werden hingegen enttäuscht sein: Ein richtig gutes „GoT“-RPG gibt es (noch) nicht.

Nerdstufe Zwei: Wer das Rollenspiel-Gefühl dennoch nicht missen möchte, spielt „Game of Thrones“ einfach als Adaption von „Dungeons & Dragons“ durch, oder erlebt neue Abenteuer auf den diversen Kontinenten.

Nerdstufe Drei (die Höchststufe!): Wem das immer noch nicht genug ist, der werfe sich ins LARP („Live-Action-Role-Play“)-Kostüm, miete mit seinen Freunden eine Burg und spiele dort ein bisschen Charakter im „GoT“-Universum – inklusive Schlachten, in denen das Fake-Blut nur so spritzt. (Hat es in der Vergangenheit auch schon in Deutschland gegeben.)

Zugegeben, das ist dann wirkliche Hingabe für die Sache: Aber als ECHTER „Game of Thrones“-Fetischist ist man sich doch wohl für nichts zu schade.


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