Spezial-Abo

Interview

„GoT“-Komponist Ramin Djawadi im Interview: „Die Leute werden sich über mein akzentfreies Deutsch wundern“

von

Ramin Djawadi ist aktuell nicht nur einer der erfolgreichsten Komponisten der Filmwelt, sondern auch ziemlich höflich. Vor dem Interview entschuldigt er sich erst einmal dafür, dass sein Deutsch nicht mehr in jeder Sekunde perfekt ist. Immerhin lebt der gebürtige Duisburger schon seit Jahren in den USA, arbeitete sich dort durch Scores für „Iron Man“, „Pacific Rim“ und diverse Videospiele aus dem Schatten seines Mentors Hans Zimmer heraus.

Den Kultstatus erreichte Djawadi schlussendlich mit „Game of Thrones“, dessen Intro auch nach sieben Staffeln niemand skippen möchte – zu gut, zu episch ist der Sound, den Djawadi im Laufe der Serie aber selbst noch mehrfach in den Schatten stellen sollte. Auf YouTube finden sich mittlerweile etliche Cover-Versionen von Stücken aus der HBO-Serie, für „Westworld“ entwirft Djawadi derweil selbst überragende Coverversionen, zum Beispiel von Radiohead, Soundgarden und Nirvana.


An dieser Stelle findest du Inhalte von YouTube

Um mit Inhalten von YouTube zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
Socials aktivieren

Das musikalische Gesamtwerk der HBO-Serie „Game of Thrones“ wurde schon in den vergangenen Jahren mehrfach live aufgeführt, aber noch nie mit dem Schöpfer selbst – zumindest nicht in Europa. Es ist also fast schon zwangsläufig, dass Djawadi in der langen Pause vor der letzten „Game of Thrones“-Staffel auf Tour geht und ab dem 14. Mai durch den deutschsprachigen Raum tourt.

Musikexpress: 90 Prozent der deutschen „Game of Thrones“-Fans kennen zwar deine Musik, wissen aber wohl nicht, dass du Deutscher bist. 

Ramin Djawadi: Das kann gut sein, mein Name gibt es aber auch nicht her. Sie werden bei den Konzerten wohl überrascht sein, wenn ich mir das Mikrofon greife und akzentfrei Deutsch spreche. Ich persönlich freue mich jedenfalls, dass wir mit der Show nach Europa kommen. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, hätte aber nie gedacht, dass ich jemals meine Arbeit in Deutschland in dieser Form präsentieren könnte.

Vielleicht ist es ja auch ein nationales Problem: Hans Zimmer wurde lange Zeit auch nicht in Deutschland beachtet. Erst seit einiger Zeit füllt er Konzerthallen. 



AirPods-Alternativen: Das sind die besten kabellosen In-Ear-Kopfhörer
Weiterlesen