Guns N‘ Roses – Appetite For Destruction

Auf den ersten Blick waren Guns N‘ Roses nur eine weitere Metalband aus L.A., die sich die Haare toupierte und darüber sang, wer nun mehr Jack Daniels in sich reinlitern könnte und wer den Längeren habe. Schnell aber zeigte sich, dass die Band weit mehr drauf hatte als etwa Mötley Crüe oder Poison, Guns N‘ Roses, allen voran ihr psychopathisch veranlagter Sänger, waren hungriger, dreckiger und zorniger als ihre geschminkten Kollegen – und sie schrieben bessere Songs. Das hatten sie vor allem den Gitarristen Slash und Izzy Stradlin zu verdanken, die sämtliche AC/DC– und Led-Zeppelin-Platten aufgesogen haben müssen. Dazu noch die Kreissägen-Stimme von Axl Rose, und plötzlich kamen einem Aerosmith wie ein Haufen peinlicher alter Männer vor. Dass „Appetite For Destruction“ bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt hat, zeigt die Tatsache, dass immer noch Jahr für Jahr fast eine halbe Million Exemplare von diesem Meilenstein verkauft werden.

Produzent: Mike Clink

Beste Tracks: „Welcome To The Jungle“, „Paradise City“

Ist ja hochinteressant … Der Albumtitel bezieht sich auf ein gleichnamiges kontroverses Gemälde des Popart-Künstlers Robert Williams, das ursprünglich das Cover zierte. Nach massiven Protesten musste das Artwork jedoch geändert werden.

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