Harry Styles‘ Team reagiert auf eingeschränkte Sicht bei Konzerten

Nach Beschwerden über eingeschränkte Sicht bei der Harry-Styles-Tour gibt das Team ein Statement ab und kündigt Anpassungen an.

Harry Styles sorgt mit seinem „Residency“-Konzept für Aufsehen: Die Tour für sein Album „Kiss All The Time. Disco, Occasionally“ findet nur in ausgewählten Städten statt, dafür aber mit mehreren Terminen in Folge. Was er sich davon verspricht? Im Interview mit Zane Lowe sprach Styles davon, auf diese Weise eine bessere Show abliefern zu können. Nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch das Wohlbefinden seines Teams stünden dabei im Fokus. Zudem gebe es logistische Vorteile: „Ich denke, man kann etwas aufbauen, das nicht jeden Abend umziehen muss.“ Daraus konnte man nun schließen, dass Styles ein aufwändiges, ausgeklügeltes Set-Design für seine Shows geplant hat. Nun gibt es jedoch Beschwerden von Fans über stark eingeschränkte Sicht bei den ersten Konzerten. Harry Styles‘ Team reagiert darauf mit einem Statement.

350 Euro für den Blick auf eine Brücke

Die Erwartungen stiegen bei der Album-Release-Party in Manchester: Statt auf einer frontalen Bühne performte der ehemalige One-Direction-Sänger im Zentrum des Publikums, fast als wäre er selbst Teil der tanzenden Masse. Nach der One-Night-Only-Show im März startete die Welttournee nun am 16. Mai in Amsterdam – und Fans äußerten sich enttäuscht auf Social Media: „Stell dir vor, du zahlst 350 Euro für eine eingeschränkte Sicht.“ Für manche Besucher:innen ist das keine Fantasievorstellung, sondern Realität. TikToks zeigen Aufnahmen von Stehplätzen direkt vor der Bühne, von denen aus Harry Styles immer wieder aus dem Sichtfeld verschwindet. Ursache sind Brücken, die verschiedene Bühnenteile miteinander verbinden und dabei die Sicht der Fans blockieren.

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Der Frust einiger Fans war bereits nach den hohen Preisen im offiziellen Ticketverkauf groß: Wer die heiß umkämpften Tickets ergattert hatte, sah vielfach Resale-Angebote derselben Kategorie zu deutlich günstigeren Preisen. Viele Fans hatten beim ersten Release gleich für mehrere Termine und Spielorte Tickets gekauft, um sich dann für den besser gelegenen zu entscheiden und die übrigen weiterzuverkaufen. Das führte dazu, dass kurz vor Tourstart für fast alle Platzkategorien wieder Tickets verfügbar waren – teils zu günstigeren Konditionen. Hinzu nehmen Fans lange Wege sowie Reise- und Hotelkosten auf sich, denn durch die statische Tourplanung reisen nun seine Fans durch die Welt, um seine Konzerte zu besuchen.

Gründliche Überprüfungen angekündigt

Harry Styles‘ Team reagierte nun auf die Beschwerden über schlechte Sichtverhältnisse. Ein Vertreter gab gegenüber „TMZ“ folgendes Statement ab: „Das Bühnenkonzept wurde designt, um Fans Bewegungsfreiheit zu und die Möglichkeit zu geben, die Show aus verschiedenen Positionen zu erleben, statt nur auf einen Winkel beschränkt zu sein. Diese offene, frei fließende Erfahrung war schon immer ein essenzieller Bestandteil von Styles‘ Liveshows. Ein kleiner Bereich spezifischer Positionen scheint eine eingeschränkte Sicht zu haben. Diese Bereiche werden nun gründlich überprüft und, wenn möglich, unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen angepasst.“

Auf Harry-Styles-Konzerten hat es bereits Tradition, dass Fans in sogenannten „Disco Pits“ miteinander interagieren und tanzen, statt sich ausschließlich auf den Sänger auszurichten. Diese Erfahrung sollte wohl durch das Bühnen-Design nun verstärkt werden – bislang offenbar nicht ganz erfolgreich. Die Reaktionen in den sozialen Medien klingen verhalten: Styles‘ neuem Konzept scheinen einige Haken anzuhaften. Es gibt jedoch Hoffnung: Die Stärke der „Residencies“ liegt darin, dass nachhaltige Verbesserungen möglich sind, von denen auch Shows in den nächsten Städten profitieren könnten.