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Highlight: Das sind die besten Netflix-Serien

Kritik

„Haus des Geldes“ Staffel 4 auf Netflix: Wie ein ewig langer Showdown

Alles geht ganz schnell: Der Professor (Álvaro Morte) steht unter Beschuss und telefoniert noch nebenbei. „Wie viel Zeit habe ich?“, fragt er Palermo (Rodrigo de la Serna), die sich bei der schwer blutenden Nairobi (Alba Flores) im Tresorraum befindet. „Sie stirbt“ ist ihre mit Nachdruck formulierte Antwort. So beginnt Teil 4 der Thriller-Serie „Haus des Geldes“. Was für ein Einstieg! Was konkret heißt: Auch nach drei Staffeln reißt der Kugelhagel nicht ab, aber die Charaktere lieben noch immer die Adrenalin-Momente, die Gefahr. Und auch für Romanzen sind sie weiterhin offen. Die Kamera wird dabei mal ganz statisch vor die schwitzenden Körper der Protagonist*innen gespannt, mal zeigt sie uns deren Innenleben. Das macht Laune. Spannend ist, dass sich die Räuber*innen in der neuen Staffel auch als Ärzte-Team beweisen müssen.

Von Epizentren und Rattenfängern

Das Team in der spanischen Nationalbank lässt sich von einem Doc via Videoanruf anleiten, ein Stück durchlöcherter Lunge aus besagter Nairobi herauszuschneiden (wir erinnern uns: Nairobi wurde im dritten Teil der Serie von einem Scharfschützen getroffen). Das Unterfangen funktioniert eben solange gut, bis das so wichtige Video-Signal zu dem Experten gestört wird. Darum ging es letztlich in „Haus des Geldes“ schon immer: um das Stören und Täuschen. Das ist es, was die Netflix-Serie noch immer so unterhaltsam macht. Mal täuscht der Professor mit seinem Kollegen Marseille (Luka Peroš) einen Autounfall vor, um dann wie Ritter und Knappe auf Motorrädern über das spanische Hügelland zu preschen. Mal sind es die Beamten, die den Professor mit einer Scheinhinrichtung seiner Geliebten Lissabon (Itziar Ituño) versuchen, hinters Licht zu führen.

„Und wie kommen wir raus aus dem Epizentrum?“, fragte Lissabon den Professor noch in einer der Rückblenden. „Da hilft uns der Rattenfänger von Hameln. Marseille wird die Flöte spielen und alle Ratten werden seinen Klängen folgen.“ Im falsche Fährtenlegen ist der Prof eben noch immer ein Großer. Staffel 4 ist aber zusätzlich hoch anzurechnen, dass auch die Ermittler, angestachelt von der giftigen Alicia Sierra (Najwa Nimri) und dem Choleriker Coronel Luis Tamayo (Fernando Cayo), ein bisschen besser ihre Hausaufgaben gemacht haben – was das Anwenden von Kniffen und Fallstricken angeht. Zumindest wirkt es so, als seien die Cops den Gangstern nun nicht immer drei Schritte hinterher, sondern vielleicht nur noch zwei.

Gestorben wird morgen

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