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Kenneth Branagh wird bei dem Biopic über die Bee Gees Regie führen

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Wie die amerikanische Newsseite „Deadline“ bereits im Jahr 2019 berichtete, hat Paramount vor einiger Zeit in einen allumfassenden Deal die lebenslangen Rechte an der Musik und weiteren Hinterlassenschaften der Bee Gees aufgekauft. Das damals noch sehr vage Projekt scheint nun jedoch Fahrt aufzunehmen – so wurde am Dienstag, den 10. März 2021, bei „Deadline“ verlautet, dass niemand anderes als Kenneth Branagh die Regie bei dem noch namenlosen Film übernehmen wird. Der 60-jährige britische Schauspieler, Autor und Regisseur spielte zuletzt den Antagonisten in Christopher Nolans Blockbuster „Tenet“ und arbeitet aktuell an der Neuverfilmung von „Tod auf dem Nil“, wo er zum zweiten Mal in die Rolle des Detektivs Hercule Poirot schlüpfen wird.

Barry Gibb wird als ausführender Produzent fungieren

Das Biopic über die Bee Gees soll den kometenhaften Aufstieg von Barry, Maurice und Robin Gibb in den 1960er- und 1970er-Jahren inszenieren, aber auch die Schattenseiten des Ruhms inklusive Drogenexzesse und Familienprobleme aufzeigen. Barry Gibb, der letzte lebende Bruder der drei Bandmitglieder, wird als ausführender Produzent fungieren und stark in die Produktion mit eingebunden sein. Mit von der Partie sind zudem Steven Spielbergs Filmproduktionsfirma „Amblin Entertainment“, das von Elisabeth Murdoch, Stacey Snider und Jane Featherstone neu gegründete Unternehmen „Sister“, sowie der „Bohemian Rhapsody“-Produzent Graham King. Ben Elton ist für das Drehbuch des Films verantwortlich – er arbeitete bereits bei dem Film „All Is True“ (2018) mit Kenneth Branagh zusammen, der damals die Regie übernahm und in die Rolle des William Shakespeare schlüpfte. Barry Gibb hatte schon im Jahr 2020 gemeinsam mit Regisseur Frank Marshall an der HBO-Dokumentation „How Can You Mend a Broken Heart“ über die Bee Gees mitgewirkt.

Die Bee Gees verkauften insgesamt weltweit mehr als 220 Millionen Tonträger

Die drei ältesten Gibb-Brüder begannen ihre Karriere in Australien und kamen über den Beatles-Manager Brian Epstein nach Großbritannien, bevor sie Ende der 1960er-Jahre in den USA den Durchbruch schafften. Sie trennten sich 1970 inmitten brüderlicher Auseinandersetzungen, verstärkt durch den Missbrauch von Alkohol und Drogen. Barry Gibb sagte 2013: „Es gab einen tiefen, emotionalen Wettbewerb zwischen drei Brüdern, die sich als berühmt erwiesen hatten und es nicht verstanden.“ Jedoch schafften es die Gibb-Brüder ihr Kriegsbeil zu begraben und schlossen sich wieder zusammen. Danach wurden sie größer als je zuvor. Sie hatten sechs aufeinanderfolgende Nummer-1-Singles in den USA in weniger als zwei Jahren und verkauften insgesamt weltweit mehr als 220 Millionen Tonträger. Maurice Gibb starb 2003, gefolgt von seinem Zwillingsbruder Robin 2012. Sir Barry Gibb, der erst vergangenes Jahr offiziell von Prinz Charles zum Ritter geschlagen wurde, ist das letzte überlebende Bee-Gees-Mitglied.


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