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Klage gegen Universal Music wegen des Lagerhausbrandes 2008 wird eingestellt

Im vergangenen Jahr verklagten mehrere hochkarätige Artists die Universal Music Group wegen eines verheerenden Lagerhausbrandes, bei dem viele archivierte Aufnahmen und Masterings zerstört worden sein sollen. Diese Klage wurde jetzt von einem Bundesrichter abgewiesen, heißt es in einem Bericht der New York Times.

Geklagt hatten Soundgarden, Steve Earle, Hole und die Erben von Tupac Shakur und Tom Petty im Jahr 2019, nachdem das Times Magazine den Brand von vor zwölf Jahren neu untersucht hatte und überhaupt erst über die angebliche Zerstörung unwiederbringlicher Master-Aufnahmen der Musiker*innen berichtete. Nachdem die Universal Music Group jedoch schriftlich den Kläger*innen versicherte, dass sich unter den Verlusten keine ihrer Aufnahmen befände, zogen sich nach und nach alle mit ihrer Anklage zurück – bis auf Tom Pettys Ex-Frau Jane Benyo.

Doch am Montag, den 6. April 2020, wies ein Bundesrichter die Klage von Jane Benyo vorbehaltlos ab. Der Richter argumentierte, dass Pettys ehemaliges Label MCA – das wiederum eine Tochtergesellschaft der Universal Music Group ist – dessen Master-Aufnahmen besitze. In den Akten nannten die Anwälte von Universal 19 Künstler*innen, deren Musik bei dem Brand beschädigt oder zerstört wurde, und sie schilderten, wo digitale Ersatzkopien zu finden seien. Dies stelle allerdings einen Widerspruch dar, sagt Howard King, einer der Anwälte der Kläger*innen: „Universal behauptete, dass 17.000 Künstler*innen von dem Feuer betroffen waren, als sie auf Schadenersatz klagten. Nun, da sie mit einer Klage der Musiker*innen konfrontiert sind, behaupten sie, dass nur 19 Künstler*innen betroffen seien. Diese Diskrepanz ist unerklärlich.“

Ein Vertreter der Universal Music Group gibt wiederum folgende Erklärung ab, die bei Pitchfork zu finden ist: „Die Entscheidung des Richters weist […] die einzigen verbleibenden Argumente des Klägers vollständig zurück. Wie wir schon die ganze Zeit gesagt haben, waren die Artikel des New York Times Magazine, die diesem Rechtsstreit zugrunde liegen, in ihrer Übertreibung und Ungenauigkeit verblüffend.“



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