Lola Young über Entzug: „Genesung ist ein fortlaufender Prozess“

Lola Young kollabierte 2025 auf der Bühne und verbrachte zwei Monate in einer Gesundheitseinrichtung. Jetzt spricht sie offen über ihren Drogenentzug und das Comeback.

Lola Young hat öffentlich über ihren Entzug und ihre Gesundheit nach dem Zusammenbruch im September 2025 gesprochen. Die 24-Jährige war beim „All Things Go“-Festival in New York auf der Bühne kollabiert. Infolgedessen hatte sie ihre Tour abgesagt und eine Schaffenspause eingelegt.

Offener Umgang mit Abhängigkeit

Nach dem Vorfall war schnell klar, dass die Sängerin aufgrund von Drogenproblemen auf dem Festival zusammengebrochen war. Young war bereits vor dem Kollaps offen mit ihrer Kokainabhängigkeit umgegangen. Laut „The Times UK“ soll sie zudem schon zweimal im Entzug gewesen sein. Ihr Album „I’m Only Fucking Myself“ hatte sie 2024 nach einem fünfwöchigen Entzugsprogramm aufgenommen. Im September 2025 folgte dann ein erneuter Rückschlag.

Zwei Monate in einer Gesundheitseinrichtung

In einem Interview mit dem „Rolling Stone“ erzählte sie, sie habe sich infolge des Zusammenbruchs für zwei Monate in eine ganzheitliche Gesundheitseinrichtung einweisen lassen und an Treffen der Anonymen Alkoholiker teilgenommen. „Ich bin sehr dankbar, dass es passiert ist, denn es war so etwas wie ein Wendepunkt, der es mir ermöglicht hat, heute hier zu sein, besser für meine Fans zu sein, besser für die Zukunft und besser für mich selbst.“

Genesung als fortlaufender Prozess

Gegenüber der „Sunday Times“ sprach sie erneut über ihren Entzug und verdeutlichte, dass es sich um einen andauernden Prozess handele. „Ich denke, ich möchte aus Gründen der Privatsphäre lieber nicht zu viel dazu sagen. Aber ich kann sagen, dass die Genesung ein fortlaufender Prozess ist. Ich bin noch nicht am Ziel, aber es geht mir schon viel besser.“ Young betonte dabei auch, wie wichtig es sei, sich in solchen Momenten bewusst zu machen, dass man nicht alleine ist.

Sie stellte zudem klar, dass es sich bei ihrer Genesung um einen Drogenentzug handele. „Es war eine Entscheidung …, die ich treffen musste, und es war traurig, dass ich das tun musste. Was hätte ich sonst tun sollen, sterben? Das war die Realität, auf die meine Sucht hinauslief.“

Grammy-Auftritt und Brit Awards

Kürzlich absolvierte sie ihren ersten Auftritt seit dem Vorfall. Bei den Grammys stand sie wieder auf der Bühne und gewann zudem einen Preis. Auch bei den Brit Awards wurde sie nominiert und gewann in der Kategorie „Breakthrough Artist“.

Botschaft an die Fans

Die Sängerin meldete sich auch bei ihren Fans und schrieb, dass die sechs Monate für sie alles zum Stillstand gebracht hätten. Sie habe sich zunächst um sich selbst kümmern, eine Auszeit nehmen und ihre Karriere überdenken müssen. Sie hatte auch Angst gehabt, dass mit der Pause alles vorbei sei. Zugleich freue sie sich zu wissen, dass sie trotzdem immer Zeit für sich nehmen könne wenn es ihr nicht gut geht, aber danach auch zurückkommen kann. „Ich liebe euch und kann es kaum erwarten, neue Musik zu veröffentlichen und diese Reise mit euch an meiner Seite fortzusetzen“, dankte sie ihren Fans.

Comeback im Juni

Im Juni spielt sie vier Shows in Großbritannien. Sie erklärte, sie sei nun wieder in der Lage dazu – denn sie achte jetzt mehr auf sich selbst und gehe es langsamer an.