Metallica spielt Eintracht-Hymne: Frankfurt dreht durch – Berlin wartet
Metallica coverte in Frankfurt „Schwarz-Weiß wie Schnee“ von Tankard – und in Berlin winkt der Rekord der deutschen Konzertgeschichte.
Trost im Stadion: Metallica in Frankfurt
Eintracht Frankfurt hat es nur auf den 8. Tabellenplatz der Bundesliga geschafft und verpasst damit knapp die internationalen Plätze. Wer am Freitag, den 22. Mai, trotzdem den Weg ins Stadion gefunden hat, wurde ausgiebig getröstet. Metallica spielten zwei Shows in Frankfurt – im Rahmen der Doppelshows, die keine Dopplungen in der Setlist vorsehen. Während Fans wochenlang darüber spekulierten, welche Songs sie zu hören bekommen, überraschte Metallica mit einem Cover: einem Song, der weder in den Billboard Charts noch im New Music Friday auftaucht und trotzdem im Herzen vieler Frankfurter:innen tief verankert ist. Die Rede ist von Tankards „Schwarz-Weiß wie Schnee“. Wer damit nichts anfangen kann, hat vermutlich nicht das Endspiel mit dem Jürgen gesehen.
Die inoffizielle Hymne der Eintracht
„Schwarz-Weiß wie Schnee“ ist seit 2018 die inoffizielle zweite Hymne der Eintracht aus Frankfurt und besingt die Vereinsfarben sowie die Zukunftsvorhersage, dass der DFB-Pokal geholt und die Meisterschaft gesichert wird. Eine tröstende Prophezeiung von Metallica zum Abschluss einer eher durchwachsenen Saison – getoppt mit eigenen Gitarrensoli. Der Wunsch nach einer neuen Studioaufnahme dieser Version könnte den ein oder anderen im Herzen von Europa wieder träumen lassen. Ach wie schee. Dazu noch die Vorstellung von Metallica im Gemalten Haus, mit nem 12er Bembel und Handkäs mit Musik.
Berliner Hoffnung: Metallica im Olympiastadion
Einen versöhnlichen Saisonabschluss dürfte sich auch der ein oder andere Herthaner wünschen. Die Meisterschaft ist aus der 2. Bundesliga heraus schließlich schwer zu holen. Der 7. Tabellenplatz und eine knappe 6:1-Niederlage lösen verhaltene Euphorie für die kommende Saison aus. Doch um wieder Erfolge im Olympiastadion feiern zu können, ist ja schließlich Metallica da. Sie kommen am 30. Mai nach Berlin und reißen dabei nebenbei den Stadionrekord von U2 ein – mit 95.000 Zuschauer:innen wird es das größte Stadionkonzert der deutschen Geschichte.
Bleibt die Frage nach der Songauswahl. Herthas Hymne heißt „Nur nach Hause“ von Frank Zander und hat, sagen wir mal, einen weniger rockigen Ursprung: schunkelndes Arme-um-die-Schulter-Legen statt Mine-verziehende Gitarrensoli. Aber wenn jemand diesen Klassiker in eine Rockversion überführen kann, dann wohl Metallica. So können alle Herthaner:innen die Daumen drücken, ebenfalls eine eigene Coverversion zu bekommen. Der Text würde jedenfalls gut als Zugaben-Intro fungieren: „Nur nach Hause, nur nach Hauuuse, nur nach Hause, gehen wir nicht!“






