Nach Trump-Begnadigung: Lil Wayne greift Straftat im neuen Song „Ain’t Got Time“ auf

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Nachdem er vor zwei Tagen von Donald Trump begnadigt wurde, hat Lil Wayne seinen neuen Track „Ain’t Got Time“ feat. Fousheé veröffentlicht. Obwohl die Lyrics thematisch die Straftat am Flughafen in Miami aufgreifen, für die er begnadigt wurde, erwähnt Lil Wayne weder Trump nach die Begnadigung namentlich im Song.

Lil Wayne: „Das FBI ist heiß auf uns“

Lil Wayne gehörte zu den 143 Menschen, die von Donald Trump begnadigt wurden, oder die Strafmilderung erhielten, bevor dieser gestern (20. Januar) sein Amt verließ. So drohten dem Rapper zuvor aufgrund einer Anklage wegen illegalen Waffenbesitzes zehn Jahre Haft. Die Lyrics in „Ain’t Got Time“ scheinen sich nun auf den Anlass für Waynes Anklage im Dezember 2019 am Miami-Opa Locka Executive Airport zu beziehen. Damals fanden die Behörden eine vergoldete Waffe, Munition, Kokain, Ecstasy und Heroin sowie 25.000 US-Dollar an Bord seines Privatflugzeugs.

Den Vorfall greift Wayne offenbar im Song auf: „The feds they hot on us“, rappt Lil Wayne. Übersetzt also „Das FBI ist heiß auf uns“. Er fügt hinzu: „they raided my private plane.“

Darüber hinaus verweist er auch auf den verstorbenen Rapper Juice WRLD.

Lil Wayne über sein „großartiges Treffen“ mit Trump

Lil Wayne bekannte sich zu dem Vorfall in Miami schuldig. Der eigentliche Grund für Waynes Gerichtsurteil war jedoch nicht der Fall von 2019, sondern ein Gerichtsurteil, das bereits einige Jahre zurück liegt. Der Raper wurde schon zuvor wegen illegalen Waffenbesitzes verurteilt. Verurteilten Straftätern ist es gesetzlich untersagt, eine Waffe bei sich zu tragen.

Um die Haftstrafe zu umgehen, traf sich Lil Wayne bereits im Oktober 2020 mit Trump und postete prompt davon. „Hatte gerade ein großartiges Treffen mit [Trump]. Neben dem, was er bisher für die Strafrechtsreform getan hat, wird der Platin-Plan der Gemeinschaft echte Eigenverantwortung geben.“ Dazu postete Lil Wayne ebenfalls ein Bild von sich und Trump und löste damit im Internet einen heftigen Shitstorm aus. Wayne weiter: „Er hörte sich an, was wir heute zu sagen hatten und versicherte, dass er es umsetzten wird und kann.“

Auch Kodak Black und der Death Row Records-Mitbegründer Michael „Harry-O“ Harris wurden Anfang der Woche vom ehemaligen Präsidenten begnadigt.


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