R. Kelly: Song-Katalog bei YouTube verbannt

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Am 27. September wurde R. Kelly in einem spektakulären Prozess in New York in neun Fällen wegen sexueller Nötigung, Vergewaltigung und Entführung schuldig gesprochen. Dem R’n’B-Musiker, der in Berufung gehen will, droht eine langjährige Haftstrafe.

Nun hat das Urteil auch Auswirkungen auf sein musikalisches Werk. Die Video-Plattform YouTube deaktivierte am späten Dienstag dauerhaft die offiziellen Kelly-Kanäle. Grundlage dafür ist eine im Jahr 2018 eingeführte Richtlinie, nach der Personen aus dem Streaming-System entfernt werden, die eines „maßgeblichen“ Verbrechens für schuldig befunden wurden oder damit im engen Zusammenhang stehen.

„Wir können bestätigen, dass wir zwei Kanäle von R. Kelly gemäß unseren Maßgaben zur Verantwortung der Kanal-Urheber eingestellt haben“, heißt es in einer YouTube-Erklärung, die dem US-Fachmagazin „Billboard“ vorliegt. Als „Wiederholungsverletzer“ sind Kelly damit auch zukünftige Aktivitäten auf YouTube verwehrt. Von Nutzern erstellte Clips mit seinen Songs sind jedoch weiterhin auf der Hauptplattform verfügbar. Seine Songs und Alben werden weiterhin auf der Premium-Plattform YouTube Music, die offenbar anderen Bestimmungen unterliegt, verfügbar sein.


R. Kelly: Ein Netzwerk, Jahrzehnte der Gewalt und neunmal verurteilt
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