R. Kelly möchte nach Schuldspruch weiter für seine „Freiheit kämpfen“

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Der in Ungnade gefallene R’n’B-Sänger R. Kelly wurde am Montag (27. September) in allen neun Anklagepunkten verurteilt. Dem Musiker wurden unter anderem sexuelle Ausbeutung Minderjähriger und Kidnapping vorgeworfen. Nun droht R. Kelly eine Haftstrafe von mindestens zehn Jahren – eventuell sogar lebenslänglich. Das endgültige Strafmaß wird erst am 04. Mai 2022 verkündet. Nachdem er am Montag für schuldig befunden worden war, meldete sich der 54-Jährige kurz darauf mit einem Post bei Facebook, in dem er sich bei seinen Fans und Unterstützer:innen bedankte.

„Das heutige Urteil war enttäuschend und ich werde weiterhin meine Unschuld beweisen und für meine Freiheit kämpfen“

„An alle meine Fans und Unterstützer: Ich liebe euch alle und danke euch für eure Unterstützung“, heißt es in der Nachricht. „Das heutige Urteil war enttäuschend und ich werde weiterhin meine Unschuld beweisen und für meine Freiheit kämpfen.“ Bis zum Schluss hatte R. Kelly – der mit bürgerlichem Namen Robert Sylvester Kelly heißt – auf nicht schuldig plädiert. Nach einem sechs Wochen andauernden Prozess mit mehr als hundert Beweisstücken und einem Dutzend Zeug:innen hatte die Jury ihr Urteil verkündet: Die sieben Männer und fünf Frauen befanden den R’n’B-Musiker nach nur neun Stunden Besprechung in allen neun Anklagepunkten für schuldig.

In einer Pressemitteilung des US-Justizministeriums sagte die Staatsanwältin Jacquelyn M. Kasulis: „Der heutige Schuldspruch brandmarkt R. Kelly für immer als ein Raubtier, das seinen Ruhm und sein Vermögen nutzte, um junge, verletzliche und stimmlose Menschen zu seiner eigenen sexuellen Befriedigung auszunutzen.“ Sie führt weiter aus: „Ein Raubtier, das seinen inneren Kreis benutzte, um minderjährige Mädchen sowie junge Frauen und Männer jahrzehntelang in ein schmutziges Netz von sexuellem Missbrauch, Ausbeutung und Erniedrigung zu verstricken.“


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