Alice Phoebe Lou Paper Castles


Motor/Edel

Paper Castles ist ein Origamiwerk, gebastelt aus zehn Songs. Musikalisch klingt es wie Transparentpapier. Doch textlich steht es beinahe gänzlich in Versalien. Es ist der Nachfolger des 2016er-Debüts Orbit von Alice Phoebe Lou, der Musikerin und Sängerin aus Südafrika, die zeitweise in Berlin lebt. 

Die, die die Industrie nicht mag, weil sie in ihren Augen für Fremdbestimmung steht. Die, die die Straße als Symbol der Freiheit dagegen so sehr schätzt, dass sie immer noch dort spielt, obwohl sie längst große Festivals spielt, und „She“, ihr Beitrag zur Biodoku „Bombshell: The Hedy Lamarr Story“, für einen Oscar als „Best Original Song“ geshortlisted wurde.

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Das ist das Hintergrundrauschen zu einem Album, das klingt, wie nachts mit verbundenen Augen nackt zu schwimmen – als Protest. Denn Lous Songs lehnen sich auf gegen Missbrauch („Skin Crawl“, „Something Holy“), bedienen sich einiger Naturmetaphern (der Mond in „My Outside“, die Sterne in „My Spark“) und gipfeln in allerberuhigendster Spieluhrahftigkeit („Ocean“). Manchmal erinnert Lous Galaxie voll unbeugsamer Weiblichkeit an die SONG TO A SEAGULL-Phase von Joni Mitchell. Ein anderes Mal wünscht man sich einen Hit, dem man sich beugen muss.  

Kooperation

Alice Phoebe Lous neues Album „Paper Castles“ hier im Stream hören:


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