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Beck Colors

Capitol/Universal (VÖ: 13.10.)

von

Nicht, dass Herr Hansen nach dem gefeierten MORNING PHASE (2014) einen Stilwechsel vollzieht, ist das Problem. Das ist ja vielmehr der Markenkern des kalifornischen Postmodernisten, ohne den wir heute noch mit dem Begriff „eklektisch“ herumfuchteln würden wie ein Einarmiger mit ’nem Kajakpaddel. Dass sein neues Album sich an den Zeitgeist ranschmeißt, das ist das Problem. Und zwar so aggressiv, dass nach ersten Hörproben echtes Entsetzen in den Gesichtern gestandener ME-RedakteurInnen zu erkennen war.

Was COLORS, das sich ja schon länger durch die beiden merkwürdigen Singles „Dreams“ (penetrant) und „Wow“ (albern, aber unterhaltsam) angekündigt hatte, offensichtlich sein möchte: aktionistisch kurzweiliger, Sounds-und-Gimmicks-gestopfter, extrem komprimierter PWR-Pop, der sich in eine angenommene Marktlücke zwischen Carly Rae Jepsen, OK Go und Tame Impala (die aktuellen) zu quetschen versucht. Was COLORS dadurch aber geworden ist: nix als nett und flach und beliebig an- und ausschaltbar, allein mit der eigenen Aufmerksamkeitskontrolle … Was, wie der Produzent heißt? Stimmt, lasst uns in Greg Kurstin (Sia, Kylie, Foo Fighters) den Sündenbock finden! Der sollte sich Beck ab sofort nicht unter 200 Metern nähern dürfen.

 

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