Belle & Sebastian How To Solve Our Human Problems Part 1


Beggars / Indigo

Nicht das Album, sondern die EP ist das Format, das Belle & Sebastian groß gemacht hat. 1997 / 1998 erschien parallel zu den Alben IF YOU’RE FEELING SINISTER und THE BOY WITH THE ARAB STRAP eine Reihe von vier EPs, die noch heute zum Besten gehören, was die Band je aufnahm.

Der holprige Twee von „Belle And Sebastian“! Der Country-Schmelz von „Lazy Line Painter Jane“! Die Pullunderhaftigkeit von „This Is Just An Modern Rock Song“! Ohne diese Lieder wären Stuart Murdoch und seine Kollegen nie so rasch kanonisiert worden, wie das in den Folgejahren geschah. Vor allem deshalb ist die Nachricht einer neuen E.P.-Reihe eine sehr gute, zumal die erste Ausgabe vielversprechend erscheint: Die fünf Songs stecken das Terrain der Schotten zuverlässig und ohne allzu große Überraschungen ab, wärmen aber wie gute Freunde.

„Sweet Dee Lee“ ist die leicht heruntergeregelte, verhuschte Kammerpop-Nummer, die mit ihren Liebeskummer-Lyrics maximales Identifikationspotenzial bei der stets scheuen Twee-Jugend besitzen dürfte. „We Were Beautiful“ kommt mit Unterstützung von Dave McGowan (Teenage Fanclub) an den Synthies und einem New-Ordner-Gedächtnis-Bass. „Fickle Season“ ist Märchenwaldpop in bester „Is It Wicked Not To Care?“-Tradition und „The Girl Doesn’t Get It“ die flotte Indiedisco-Nummer. Mit „Everything Is Now“ folgt noch ein kleines Beinahe-Instrumental, in dem die Flöte so zauberhaft flötet, dass das innere Auge je nach Präferenz des Besitzers sofort Tierbabys, Sweet Love oder den lieben Gott sieht.


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