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Born Ruffians Juice


YepRoc/H’Art (VÖ: 3.4.)

Wie kann man einer Band jemals böse sein, die vor knapp einem Jahrzehnt zwei Aphex-Twin-Songs als Cover-Mash-Up zusammenbrachte und einem Viktor Frankenstein damit den Neid ins Gesicht trieb. Aus der Rubrik: Dinge, die funktionieren, obwohl sie es sich nicht sollten. Von den letzten Platten bekam man dafür eher weniger mit, was nicht immer ein Verlust gewesen ist, zu zerfasert und zu fad war die Musik von Born Ruffians in der vergangenen Dekade.

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Auf dem mittlerweile sechsten Album hat das Trio aus Ontario alle im Laufe ihrer Bandgeschichte gelernten Tricks dafür meist souverän ausgespielt. Zackiger Post-Punk-Pop, der für etwas mehr als eine halbe Stunde die Spinnweben aus der alten Indie-Disco pustet und ein Tempo vorlegt, das die schlurfige neue Generation nur aus den Geschichtsbüchern kennt.


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Zumindest am Anfang. „I Fall In Love Every Night“, „Breathe“ und „Dedication“ sind die gewohnt gehetzten Hits, dafür geht der Platte mit Bar-Schunklern wie „Squeaky“ oder dem mutmaßlich mit einem Taschenrechner aufgenommenen Closer „Wavy Haze“ doch etwas die Puste aus.


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