Bryan Ferry

THE JAZZ AGE / BITTER-SWEET

BMG (VÖ: 10.4.)

Zwei Spätwerke im traditionellen Jazz-Sound.

Gleich zwei Alben von Bryan Ferry liegen als restaurierte CD- und colorierte LP-Fassungen neu auf. In der ersten Hälfte der Siebziger galten er und seine Band Roxy Music als Avantgardisten, 2012 wählte Ferry, nunmehr 67 Jahre alt, aus all seinen Alben 13 Stücke für THE JAZZ AGE (4 Sterme) aus, eingespielt im Stil der Zwanzigerjahre und verpackt in ein Cover des französischen Künstlers Paul Colin von 1929. 15 Musiker:innen standen ihm beim gelungenen Instrumentalwerk zur Seite.

Ob „Virginia Plain“ oder „Love Is The Drug“, ob „The Bogus Man“ oder „This Island Earth“, ob „This Is Tomorrow“ oder „Do The Strand“ – allesamt atmen den speziellen Hauch der Zwanziger. 2018 kehrten Bryan Ferry And His Orchestra im Gespann mit Rhett Davies auf BITTER-SWEET (4 Sterne) zurück: Diesmal mit dem Berlin-Touch der Dreißiger, da Ferry im Jahr zuvor schon mit sechs Songs am Soundtrack zur deutschen TV-Serie „Babylon Berlin“ beteiligt gewesen war. Vokaleinsätze leistet der Maestro auf der Hälfte der Songs: „Zamba“, „Alphaville“, „New Town“, „Bitter-Sweet“, „Chance Meeting“, „Boys And Girls“, „Reason Or Rhyme“ und „While My Heart Is Still Beating“ sind – wie die Instrumentalversionen – allesamt perfekt im angestrebten Klangbild gehalten.