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Highlight: The Thrill Of It All: Die Diskografie von Roxy Music im Überblick

Roxy Music

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    Als die „Rockstars in Designerklamotten“ hoben sich Roxy Music deutlich von ihren Mitstreitern ab und waren dem Zeitgeist weit voraus. Sie knüpften an den Glam Rock der frühen 1970er-Jahre an und wurden dabei zu Vorläufern des New Wave. Insbesondere Frontmann Bryan Ferry war mit seinen bizarren Kostümen und seiner charismatischen Ausstrahlung das Gesicht von Roxy Music. Charakteristisch wurden auch die ästhetischen Platten-Cover.

    Nachdem Bryan Ferry (Gesang, Keyboard) seinen Job als Kunstlehrer 1970 verlor, gründete er in London die Band Roxy Music, die mit Graham Simpson (Bass), Andy Mackay (Saxophon, Oboe), Paul Thompson (Schlagzeug), Phil Manzarena (Gitarre) und der späteren Produzenten-Legende Brian Eno (Keyboard) ihr erstes festes Line-up fand.

    Schon das Debüt-Album kletterte 1972 auf Platz Zehn der britischen Charts und die erste Single-Auskopplung „Virginia Plain“ gelangte bis auf Platz Vier. Roxy Music unterschieden sich dabei deutlich von anderen Rock-Bands, da sie seit ihrer Gründung auf Ästhetik und Styling achteten. Man nannte sie die „edlen Rockstars“, weil sie durch Designer-Kostüme, stilvolle Artworks und hochwertige Videos auffielen. Insbesondere Frontmann Ferry wurde durch seinen Dandy-Look und sein charismatisches Auftreten zum Markenzeichen und Gesicht der Band.

    1973 verließ Brian Eno die Band nach dem zweiten Album und startete eine noch erfolgreichere Solo-Karriere als Produzent. Währenddessen eroberten Roxy Music mit Disco-Elementen und dem Song „Love Is The Drug“ erstmals auch die amerikanischen Charts.

    Nachdem sich das sechste Studioalbum „Manifesto“ (1979) nach einer kurzen Band-Pause nur mäßig verkaufen konnte, spielten sich Roxy Music mit „Flesh And Blood“ (1980) und „Avalon“ (1982) zurück in die Charts. Mit der gleichnamigen Hitsingle verkaufte sich das Album in den USA rund eine Million Mal – „Flesh And Blood“ führte die britischen Hitparaden an. Unterdessen landete die Band auch mit ihrem John-Lennon-Tribut „Jealous Guy“ 1981 ihre erste Nummer-Eins-Single in Großbritannien. Trotzdem gab Bryan Ferry 1983 die Auflösung von Roxy Music bekannt.

    Erst nach fast 20 Jahren feierten Roxy Music 2001 eine Wiedervereinigung und gingen auf Welttournee.


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