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Childhood Lacuna


Marathon Artists/PIAS/Rough Trade

von

Möchte man dieser Band ein Bild zuordnen, so wäre das am besten wohl eine fette Kumuluswolke, so luftig, satt und weich konturiert fügen sich die elf Stücke auf dem Childhood-Debüt zusammen. Schwebende, perlende Gitarren, gehauchte Stimmen, betörender Wohlklang an allen Orten – mit „lush“ adjektiviert man solch angenehme Verwöhnsounds für die Sinne im Englischen gerne. LACUNA ist ein gleichsam homogenes (in der Soundästhetik) wie heterogenes (in den Quellen und Querverweisen), ein ebenso melodisches wie mit Ener-gie aufgeladenes Album, in dem sich ein halbes Jahrhundert Musikgeschichte tummelt: Da sind der Softrock à la Fleetwood Mac, der Geist der Swinging Sixties und der Motown-Soul, die sich aus Ohrenschmeichlern wie „You Could Be Different“ heraushören lassen, da ist der Dream-Pop der Cocteau Twins, der das wabernde „Falls Away“ bestimmt, da ist der kraftvoll groovende Baggyrock von „Right Beneath Me“ und noch so einiges mehr. Keine Frage, von dieser englischen Wohlklangwolke lässt man sich gerne mit Zitaten vollregnen.


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