Frank Zappa

Waka/Wazoo

Zappa Records/Universal (VÖ: 16.12.)

Jazz + Rock + elektrisches Orchester: was Frank Zappa vor 50 Jahren so alles trieb.

Ganz wertfrei ausgedrückt: Zappas Werk ist bekanntlich nicht jedermanns Sache, was die einen als mutig, witzig, innovativ und brillant beurteilen, empfinden andere vor allem als anstrengend. Nun kommt es zweifelsfrei auf die jeweilige Schaffensphase an, und jener, der die Aufnahmen der 5-CD-Box WAKA/WAZOO entspringen, darf man – zumindest größtenteils – jene freundliche Zugänglichkeit attestieren, die seine betont avantgardistischen Kreationen mitunter vermissen ließen. Also zumindest dann, wenn die eigenen Hörgewohnheiten nicht von vornherein in Richtung Igor Strawinsky oder Edgar Varèse tendierten.

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Ermutigt vom relativen Erfolg seines Jazzrock-Albums HOT RATS, stellte Zappa 1972 für WAKA/JAWAKA eine neunköpfige Band zusammen, für das kurz darauf folgende THE GRAND WAZOO waren sogar bis zu 20 Musiker am Start, um des Maestros kühne Kompositionen auch auf die Bühne zu bringen. Die Tournee des „Electric Orchestra“ umfasste acht Shows, danach ging es mit verkleinerter Besetzung weiter.

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WAKA/WAZOO enthält neben Studio- Outtakes und Alternativ-Versionen auch Live-Aufnahmen der abgespeckten Besetzung, den einzigen erhaltenen Konzertmitschnitt der Big Band sowie ein 44-seitiges Booklet – womit Zappas 72er-Projekt nun wirklich umfassend gewürdigt wird. Wer etwas weniger tief einsteigen möchte, ist mit den dazugehörigen Studiowerken WAKA/ JAWAKA und THE GRAND WAZOO gut bedient, die jetzt erstmals seit den Siebzigerjahren wieder auf Vinyl erhältlich sind.

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