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Goldfrapp Silver Eye

Mute/PIAS/Rough Trade

von
Goldfrapp – SILVER EYE; VÖ: 31.03.2017
Foto: Mute/PIAS/Rough Trade

Bei Goldfrapp wird es niemals langweilig. Stecken doch in Alison Goldfrapp und Will Gregory mindestens drei verschiedene Bands, die manchmal Ambient-Pop (vor allem auf ihrem Debütalbum FELT MOUNTAIN aus dem Jahr 2000), Disco, Synthie-Pop und Meta-Folk spielen und manchmal auch alles zusammen. Oft deutet der Buntheitsgrad der Plattencover schon die Richtung an.

Das letzte Album TALES OF US aus dem Jahr 2013 mit seinem schwarz-weißen Artwork war ein Statement folktronischer Finsternis. Das im Gegensatz dazu arty und gedeckt bunte Cover des siebten Goldfrapp-Albums SILVER EYE versinnbildlicht diese musikalische Dialektik. Die erste Single „Anymore“ ist ein Synthie-Popper mit technoiden Untertönen, während „Tigerman“ als flächiger Ambient-Pop umherwabert.

Zwischen diesen Polen bewegt sich das Album, es wirft ein Auge auf den Club, während das andere sich an weiten Soundlandschaften ergötzt und Alison Goldfrapp in ihrem unterkühlten Gesang bittersüße Erkenntnisse mitteilt. Der größte Trumpf dieser Band ist aber, dass ihre Musik, auch wenn sie stellenweise auf zeitgenössische Entwicklungen verweist, doch immer konsequent außerhalb der Zeit steht. Das ist der Grund, warum wir Goldfrapp immer noch hören können – und Dodgy nicht mehr.

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