Gucci Mane DropTopWop


GUWOP Enterprises/Atlantic

Gucci Mane ist eine Legende. Der Mann hat vor mehr als zehn Jahren ein Genre begründet, das heute den US-Rap dominiert: Trap. Er hat Atlanta zurück auf die Karte geholt. Geschafft hat er das vor allem durch die schiere Masse an Output: zehn offizielle Studioalben seit 2005, trotz einer fünfjährigen Pause, die Gucci zwischen 2011 und 2016 im Gefängnis absaß. Mehr als 70 (!) Mixtapes, die auch während seines Knastaufenthaltes erschienen. In diesem Release-Wahnsinn hat er nicht nur Produzenten wie MikeWillMadeIt, Zaytoven oder Metro Boomin den Weg geebnet, er hat auch die Basis für Erfolge von Migos oder Rae Sremmurd gelegt. Und genau das ist das Problem: Guccis Erben haben den Pionier abgehängt.

Auf DROPTOPWOP ist es fast eine Erlösung, wenn Offset von Migos nach fünf Tracks auftaucht und dem einschläfern­den Gucci Mane ein wenig Feuer macht. Erst danach dreht der Pionier etwas auf, gegen Ende gelingen ihm mit „Both Eyes Closed“ und „Bucket List“ doch noch ein paar Hits. Aber auf dem Niveau der letzten Alben ist das alles nicht.


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