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My Ugly Clementine Vitamin C


Ink Music/Rough Trade (VÖ: 20.3.)

Dass es My Ugly Clementine verstehen, eingängige Melodien mit wichtigen Botschaften zu paaren, stellen sie schon zu Beginn ihres Debütalbums unter Beweis: VITAMIN C beginnt mit „Playground“ und einer klaren Empowerment-Message an die Hörer*innen: „Just because I have smaller hands, doesn’t mean I can’t do what my male friends can“.

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Hinter My Ugly Clementine stecken musikalische Granden der österreichischen Szene: Songwriterin und Mastermind der Band ist Sophie Lindinger, die man vom Indie-Pop-Duo Leyya kennt. Komplettiert wird das Quartett durch Mira Lu Kovacs (5K HD, Schmieds Puls), Kathrin Kolleritsch (KEROSIN95) und Nastasja Ronck (Lucid Kid). Kernelemente des dringlichen Indie-Rock-Sounds der Band sind groovige Bassläufe und griffige Hooks: Mal fühlt man sich an Courtney Barnett, mal an Pavement, mal an das Wiener Indie-Rock-Trio Dives erinnert.

Auf VITAMIN C werden Themen wie gescheiterte Beziehungen („Cool For You“), Toleranz und Gleichberechtigung („The Good The Bad The Ugly“) verhandelt. Highlight der Platte ist das ruhige, fast schon bluesige „Try Me“, dessen einfühlsamer Folk-Rock etwas von Angel Olsen hat. Mit VITAMIN C ist My Ugly Clementine ein abwechslungsreiches Album gelungen, das musikalisch wie textlich ambitioniert ist, dabei aber enorm erfrischend daherkommt.


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