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Natalie Prass Natalie Prass


Spacebomb/Caroline/Universal

In „My Baby Don’t Understand Me“ singt sie über das Leid in der Liebe, über eine Beziehung, die nichts anderes als eine sich lange ziehende Verabschiedung ist. Die Art und Weise, wie Natalie Prass über dieses Thema berichtet, ist so unglaublich, dass man es kaum glaubt. Sie verfällt nicht in die Banalität des Wehklagens, sondern haucht verträumt, etwas mädchenhaft, aber nie zu kindlich, zart, aber nicht ohne Rückgrat. Es ist eine Stimme, die sich nicht aufdrängt, aber trotzdem inmitten der üppig kolorierten Musik der Hausband des Spacebomb-Labels ihren Weg findet.

„Bird Of Prey“ ist nicht weniger grandios: Das Schlagzeug treibt wie in einer guten alten Memphis-Produktion und der Pianist kennt sich im Werk eines Ray Charles aus. Die Bläser bedrängen die Sängerin nicht, sondern begleiten sie gefühlvoll. Die Realität sieht aber auch hier nicht rosig aus: „You don’t leave me no choice but to run away, you are the bird of prey“. Ein großes Abenteuer ist der Song „Christy“. Auf die rhythmische Betonung wird verzichtet, stattdessen ziehen die Streicher wie bei einem kammermusikalischen Akt ihre Kreise. Plötzlich befindet man sich in der Nähe der Märchenwelt eines Disney-Films. Auch in diesem Ambiente kommt Prass brillant zur Geltung. Was schon erstaunt, ist dieses Album doch ein Debüt. Normalerweise braucht man für so eine Glanzleistung Zeit. Aber diese Frau ist ein Ausnahmetalent, der sofort alles gelingt.

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