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Peggy Gou  DJ-KICKS 


!K7/Indigo (VÖ: 28.6.)

Die elektronische Tanzmusik verlangt nach Superstars, aber solche, die noch underground geblieben sind, keine Großraumbeschaller. Sie müssen in Verbindung mit der digitalen Realität stehen und den Erfordernissen des ausgehenden Kapitalismus genügen. Nicht nur so gesehen ist Peggy Gou ein Superstar. Die koreanische Produzentin und DJ zählt über sechs Millionen Klicks für ihren Track „It Makes You Forget (Itgehane)“, weiß sich ganz gut in den digitalen gesellschaftlichen Medien zu inszenieren und hat ihr eigenes Fashion-Label „Kirin“ gegründet.

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Nach nur einer Handvoll Singles und EPs und noch vor ihrem ersten Artist-Album hat die 28-Jährige eine Ausgabe von DJ-KICKS kompiliert und gemixt, der Mutter aller Mix-Serien aus dem Hause !K7. Und dieser Mix ist so bunt wie Peggy Gous eigene DJ-Sets, es kommen alle möglichen Genres aus allen möglichen Jahrzehnten zusammen. Der Mix aus Disco, frühem House, Techno, IDM, Fusion und Bassmusik darf auch gerne als Nacherzählung der musikalischen Entwicklung der Wahlberlinerin gelesen werden.

Peggy Gous eigener Exklusiv-Track, „Hungboo“, ein Percussion-lastiges Exotica-House-Ding, reißt schon mal die Tür zum Raum der Möglichkeiten weit auf. Danach lernen wir, dass Pearson Sounds abstrakte Basskonstruktion „Earwig“ in unmittelbarer Nachbarschaft davon beheimatet ist.

Die Auswahl von Aphex Twins Breakbeat-Wahnsinn „Vordhosbn“ vom ungeliebten Album DRUKQS, des Proto-House von Sly & Lovechild, der Jazz Fusion der Spanier Pegasus, der Rave-Hymne „Exorcist“ von Shades Of Rhythm und von „Flemmenup“ von Kyle Hall als Vertreter der dritten Generation des Detroit Techno zeigt, dass hier jemand in der Geschichtsstunde sehr gut aufgepasst hat. Dass nicht wenige Tracks über einen Novelty-Faktor verfügen, und dass das Set nicht linear durchtackert, macht diesen Mix so besonders. 

Das neue Peggy-Gou-Album DJ-KICKS im Stream hören:


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