Royal Blood Royal Blood


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Auch der traditionellen Rockmusik, der auf Blues-Schemata aufgebauten, mit elektrischen Gitarren, Schlagzeug und vor Erregung vibrierender Stimme, tut es nur gut, wenn sie nicht nur von Personal dargeboten wird, das Jimi Hendrix noch persönlich kannte oder sich wenigstens von Nirvanas NEVERMIND unmittelbar in seiner Existenz bedroht sah.

Die Band Royal Blood aus Brighton bietet mit dem Schlagzeuger Ben Thatcher und dem Bassgitarristen Mike Kerr zwar nur zwei junge Hoffnungsträger auf, besetzungstechnisch stellt das aber spätestens seit dem Erfolg der White Stripes und der Black Keys selbst für Puristen kein Problem mehr dar. Wohl nicht nur um eine möglichst bunte Mischung bieten zu können, nahm die BBC sie in ihre „Sound of“-Liste für 2014 auf.

Royal Blood sind für Newcomer wirklich ungemein versiert und abgebrüht – und an den entscheidenden Stellen ein bisschen wilder als die meisten ihrer inzwischen verbeamteten Vorgänger. Wie einem das Duo auf seinem Debüt trotz seiner beschränkten Mittel dank raffinierter Arrangements, schwerer Grooves, sexy Phrasierungen und handfester Rhythmuswechsel, wunderbar garagiger Sounds und eines Gespürs für Spannung und Dynamik über rund 30 Minuten bei der Stange hält: Alle Achtung!

Dass sich dabei auf ROYAL BLOOD wirklich jedes Riff und jedes Break wenn schon nicht direkt auf Zeppelin, Sabbath oder Purple zurückführen, so doch zumindest irgendwo in Jack Whites Repertoire oder bei den Queens Of The Stone Age finden lässt – geschenkt. Hauptsache, es ist frisch, das königliche Blut!


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