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Shabazz Palaces Quazarz vs The Jealous Machines / Quazarz: Born On A Gangster Star

Sub Pop/Cargo (VÖ: 14.07.)

von

In seinem Roman „Altered Carbon – Das Unsterblichkeits­programm“ (2002) be­schreibt der britische Sci-Fi-Autor Richard K. Morgan eine Zukunft, in der menschliche Persönlichkeiten digital gespeichert und, im Falle des Ablebens der Besitzer, in neue Körper eingespeist werden können. Morgan ist einer der Lieblingsautoren von  Ishmael Butler aka Palaceer Lazaro, dem Frontmann und Gehirn der Avantgarde-Rap-Gruppe Shabazz Palaces, die hier die zwei gleichzeitig veröffentlichten Nachfolger zu ihrem Meisterstück LESE MAJESTY (2014) vorlegen. Beide Alben spielen in einer Zukunft, in der Quazarz, ein „fühlendes Wesen von weit weg“ in „Amurderca“ landet, wo die Menschen eine fast schon sinnliche Beziehung zu ihren Maschinen entwickelt haben.

QUAZARZ VS. THE JEALOUS MACHINES (4 Sterne) entstand über einen längeren Zeitraum und ist aus ähnlichen Bausteinen zusammengesetzt wie die bisherigen Shabazz-Palaces-Alben: Butlers samtige, mal rappende, mal singende Stimme ist mit Hall beladen oder verzerrt, die Synthies seufzen, die Perkussion klingt wie im Weltall aufgenommen. Das starke „Gorgeous Sleeper Cell“ mit seinem überraschend technoiden, treibenden Beat sticht heraus – und hätte deswegen auch auf QUAZARZ: BORN ON A GANGSTER STAR (5 Sterne) gepasst.

Dieses zweite Album ist eine Sammlung von in zwei Wochen eingespielten Tracks, darunter eine Handvoll spannender Instrumentals und der soulige Hit „Shine A Light“, dem vielleicht bislang eingängigsten Shabazz-Palaces-Song überhaupt. Die Songs hier sind vielseitiger: die Beats sind heavier und waviger („That’s How The City Life Goes“), und „Moon Whip Quäz“ ist eine recht explizite Kraftwerk-Hommage. Zu den Featuregästen gehören Bass-Wunder Thundercat und Strokes-Sänger Julian Casablancas, der mit Butler an dem Song „Julian’s Dream (An Ode To A Bad)“ arbeitete (seine Vocals schafften es nicht auf die finale Version). Die Handlungsstränge sind, ohne die Lyrics zur Hand zu haben, schwer zu entziffern – zu … JEALOUS MACHINES wird es praktischerweise ein begleitendes Comicbuch geben, das im August erscheint.

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