The Invisible Patience


Ninja Tune/Rough Trade

von

Vielleicht liegt die Stärke des dritten Invisible-Albums in seiner unerschrockenen Uneindeutigkeit. Womöglich ist es dieser Soundschleier, der alle Schichten der Musik bedeckt, dass sie so weich gezeichnet und gefühlvoll klingen kann. Eigentlich hat das Trio aus London ganz zackige Funk-Nummern im Programm („Save You“, „Believe In Yourself“), immerzu vibriert’s in den von Bandfreundinnen wie Jessie Ware und Anna Calvi vokalveredelten Stücken – aber die Keyboards erinnern daran, dass wir gerade bei Mitgliedern der Dreampop-­Gemeinde eingeladen sind.

London trifft auf L.A., aber mit dem Versprechen, keine Aufprallsituation hörbar werden zu lassen. Das hier ist Feinstarbeit in Beinahe­perfektion. Verglichen mit dem von Matthew Herbert produzierten Debüt (2009) haben The Invisible jeden Ansatz von Twee, die hauchdünnen Jazz- und Indiepfade verlassen, auf denen sie ihren Modern Soul spielten. Geblieben ist die Liebe zum Soul, der sich nun auf slicken Beats ausruhen kann.


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