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The Killers Wonderful Wonderful


Island/Universal

Wer ist der Mann der Stunde? Dieser brutal lässige Typ, der das halbe Casino kirre macht? Der schwitzend im Unterhemd Steaks grillt und im Cabrio durch die Straßen fegt? It’s Brandon Flowers. Der Oberkiller aus Las Vegas. Er ist zurück, und er hat Bock auf Show. Nach vierjähriger Pause und einem Solo-Intermezzo zünden er und seine Band The Killers mit dem Musikvideo zu ihrer Single „The Man“ ein wunderbar doofes Klischeefeuerwerk, mit dem sie ihr Image als Stadionrecken gleichzeitig zementieren und auf die Schippe nehmen. Die Botschaft ist klar: Alles, was man von den Killers erwartet, liefern sie auf ihrem fünften Studioalbum WONDERFUL WONDERFUL hoch zehn. Große Themen, große Gesten.

Die Rockfans der Anfangstage, enttäuscht von den im Laufe der Jahre stetig poppiger gewandeten Killers, dürfen im Titelsong anerkennend nicken: Dieser Bass! Das muskulöse Schlagzeugspiel! „Life To Come“ empfiehlt sich als neues „Human“, Songs wie „Run For Cover“ fahren Synthies und zackige Rhythmen auf. Da wackelt die Indie-Disco, da stellt der Papa das Radio lauter.

„Have All The Songs Been Written?”, fragt Flowers im vorletzten Song ketzerisch, unterstützt von – ja, genau – Mark Knopfler. Doch ist die Frage, ob es für den Pomp der Marke Killers noch immer einen Platz gibt im Jahr 2017, recht obsolet – haben die vier doch immer einen freundlichen Furz drauf gelassen, wie zeitgeisttauglich ihre Musik ist. The Killers schneidern auch auf WONDERFUL WONDERFUL Rockmusikträume für alle Menschen von Baltimore bis Brunsbüttel. Und nichts daran ist verkehrt.

Kooperation

Achtung: Wenn The Killers auf Deutschland-Tour kommen, seht Ihr nur die halbe Band


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