Venetian Snares x Daniel Lanois  Venetian Snares x  Daniel Lanois 


Timesig/Planet Mu/Cargo 

Bei diesem „Treffen der Generationen“ ist nicht so sehr interessant, wie alt die Beteiligten sind (43 und 66), oder woher sie kommen (beide aus Kanada), sondern welche musikalischen Hintergründe sie haben.

Aaron Funk aka Venetian Snares passt perfekt zum IDM-Post-Dubstep-Breakcore-Footwork-Eklektizismus des  englischen Labels Planet Mu (u.a. Burial, FaltyDL, Jlin, Pinch, DJ  Rashad), weil er auf zahllosen Veröffentlichungen seit fast 20 Jahren Genre-übergreifend mit elektronischer Musik experimentiert hat.

Daniel Lanois ist für den gemeinen Rock-Hörer, der gerne in der Vergangenheit lebt,  eine Legende, er hat Alben der Neville Brothers, von Peter Gabriel, U2, Bob Dylan und Brian Eno produziert und 2010 Neil Youngs LE NOISE  zu einem sonischen Erlebnis gemacht. Auf ihrem gemeinsamen Album ist nicht herauszuhören, welche Bausteine Funk und welche Lanois zusammengetragen hat, was diese Zusammenarbeit schon mal weit über den reinen Novelty-Act hinaushebt.

Und: Es ist näher an Planet Mu als an U2. Abenteuerliche, unkategorisierbare experimentelle elektronische Musik mit zerhackten Strukturen, springenden und gebrochenen Beats und impressionistischen Ambient-Flächen. Das klingt oft mehr nach Aphex Twin als das letzte Aphex-Twin-Album SYRO. Manchmal gefallen sich Funk und Lanois aber auch  in reinem Experimentalismus („Bernard Revisit P81“). 


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