Reeperbahn Festival 2022: Das sind die Höhepunkte im Konferenz-Programm

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Vom 21. bis zum 24. September gibt sich auf dem Reeperbahn Festival die internationale Musikszene die Klinke in die Hand. Neben dem regulären Musik-Programm gibt es mit der Konferenz einen zweiten Strang für Vertreter*innen aus allen Sparten der Musikwirtschaft: Veranstaltet werden Seminare, Diskussionsrunden, Branchentreffen sowie Preisverleihungen.

Rund um die Hamburger Meile informieren circa 130 Sessions über Live-Entertainment, Tonträger, synchronisiertes Geschäft sowie Marketing, Medien und Nachrichten. Ein weiterer Schwerpunkt wird auf gesellschaftlichen und politischen Themen wie den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der Klimakrise liegen.

Igor Levit spricht mit Hamburgs Kultur-Senator

Den Auftakt am Mittwoch (21.9.) bildet ein Gespräch zwischen Pianist Igor Levit und Hamburgs Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda. Sie werden die Auswirkungen von zwei Pandemie-Jahren, sowie des Ukraine-Krieges auf die Musiklandschaft diskutieren – und dabei die Frage aufmachen, wie politisch der Sound in dieser Zeit sein kann und muss. Außerdem wird es am ersten Festival-Tag ein ukrainisches Showcase im Headcrash-Club geben: Konzertieren werden das Electronica-Duo KEBU & Saymory, der Singer-Songwriter Lucas Bird, das zwischen Jazz und HipHop changierende Trio Hyphen Dash und die elektronische Popmusikerin Maryana Klochko.

„Quo Vadis Konzertbranche?“

Am Donnerstag (22.9.) spricht die Musikjournalistin Miriam Davoudvandi mit vier Gästen über das Thema „Produzent*innen sichtbarer machen“. Dieter Semmelmann ist einer der wichtigsten Konzertveranstalter Mitteleuropas. Ebenfalls am Donnerstag wird ihm von dem Journalisten Dietmar Schwenger die große Frage gestellt: „Quo Vadis Konzertbranche?“ Außerdem wird Björn Dixgård über die 20-jährige Geschichte seiner Band Mando Diao referieren. In der Gesprächsrunde „Wege aus dem Shitstorm“ werden Runa Hoffmann, Catharine Krämer und Demba Sanoh mit ME-Autorin Aida Baghernejad darüber diskutieren, wie Fehltritte in Zeiten von Social Media in einem konstruktiven Diskurs verhandelt werden können.

Talenten werden Anchor Awards verliehen

Ebenfalls zu den 350 Redner*innen gehören der kanadische Produzent und Musiker Daniel Lanois (U2, Neil Young) und die politische Aktivistengruppe Pussy Riot – beide sprechen am Freitag (23.9.). „Stranger Deals“ ist der Titel eines englischsprachigen Talks rund um die Finanzströme der Musikwirtschaft im Jahre 2022. Der Creative Director des ROLLING STONE, Maik Brüggemeyer, lädt Dalia Ahmed (FM4), Birgit Reuther (BiggyPop.de) und Ruben Jonas Schnell (ByteFM) zum Gespräch: Im Quartett erörtern die Journalist*innen die popkulturelle Bedeutung von Radio und Podcast in Zeiten von algorithmisch-erstellten Playlisten.

Dem Festival ist die Entwicklung nachhaltiger Prozesse und Formate für Musikproduktion ebenso wichtig, wie die Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen der Musikkultur und -wirtschaft. Seine kontinuierliche Förderung von Diversität hat das Ziel, eine Kultur und einen Lebensraum frei von Vorurteilen und Nichtdiskriminierung zu schaffen. Dazu zählt auch die gezielte und nachhaltige Talentförderung in Form des Anchor Awards am Samstag (24.9.). Jener Preis wird alle Jahre wieder im Rahmen des Reeperbahn Festivals von einer hochkarätigen Jury vergeben – darunter Bowie-Produzent Tony Visconti.

Tickets für das Konferenz-Programm müssen gesondert erworben werden.


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