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Wavves V


Ghost Ramp/Caroline VÖ: 2. Oktober 2015

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Schon das zweite Album der Wavves dieses Jahr. Nach der gemeinsamen Platte NO LIFE FOR ME mit Cloud Nothings liefert die Band ihr fünftes Studioalbum ab, dessen Klangbild viel zu ausgewogen ist, als dass es als Lo-Fi-Produktion gelten könnte und sich so klar vom bisherigen Output der Kalifornier absetzt. Trotzdem wohnt den Songs eine ganz bestimme Garagen-Ästhetik inne, die von den kräftig nach vorne preschenden Fuzz-Gitarren unterstützt wird.

Stücke wie „Heavy Metal Detox“ oder „Redlead“ machen zwar Spaß, klingen aber auch nach längst ausgelutschtem 90er-Highschool-Punk, der in den immer gleichen Teenie-Filmen zu hören ist. Es ist wirklich schade, dass die Zusammenarbeit mit Dylan Baldi keinen wesentlichen Einfluss auf die Wavves genommen hat. Sie trauen sich nicht an den selbstzerstörerischen Habitus einer Band wie Cloud Nothings heran, sondern kuscheln sich ganz nah an die Rotzbengel von Fidlar und deren einfältige Texte über Mädchen und Drogen.


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